Wolfgang Neuen

Wolfgang Neuen (* 28. September 1947 in Hüls) ist ein deutscher Diplomat und war von 2009 bis 2012 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan.
Neuen trat 1967 in den Diplomatischen Dienst ein und fand im Laufe seiner diplomatischen Laufbahn Verwendungen am Generalkonsulat in Chicago sowie den Botschaften im Jemen, Malta, der Republik Kongo sowie in Frankreich. Dazwischen war er in der Zentrale des Auswärtigen Amtes in der Zentralabteilung sowie in der Politischen Abteilung und der Abteilung für Abrüstung und Rüstungskontrolle tätig.
2000 wurde er als Nachfolger von Alexander Beckmann Botschafter in Tadschikistan und behielt diese Amt bis zu seiner Ablösung durch Rainer Müller im Jahr 2003. Er selbst wurde anschließend Leiter des Deutschen Informationszentrums in Washington D.C. 2006 kehrte er nach Deutschland zurück und war dort im Auswärtigen Amt als Referatsleiter tätig.
Seit September 2009 ist Wolfgang Neuen als Nachfolger von Matthias Meyer Botschafter in Usbekistan.

U-Bahnhof Afrikanische Straße

Der U-Bahnhof Afrikanische Straße ist eine Station der Berliner U-Bahnlinie 6 im Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte. Die BVG führt den Bahnhof unter dem internen Kürzel Afr; der Bahnhof ist 631 Meter vom U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz und 587 Meter vom U-Bahnhof Rehberge entfernt.
Der U-Bahnhof ging am 3. Mai 1956 als Teil der Verlängerung der Linie C (heute: U6) vom U-Bahnhof Seestraße zum U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz in Betrieb. Ursprünglich war der Bahnhof in den Plänen für den Ausbau gar nicht vorgesehen. Doch die Nachkriegsbebauung sowie die zwischen 1929 und 1931 erbaute Friedrich-Ebert-Siedlung rechtfertigten einen eigenen Bahnhof. Die besagte Siedlung erhielt auch eine Würdigung als Untertitel für den Bahnhofsnamen.
Der Bahnhof präsentiert sich als relativ schlicht, nüchtern und unauffällig. Architekt Bruno Grimmek entwarf einen typischen 110 Meter langen und acht Meter breiten Mittelbahnsteig, der eine mit bunten Glasmosaiksteinchen verkleidete Stützenreihe in der Mitte erhielt. Die Decke neigt sich leicht zur Stützenreihe des Bahnsteiges hin.
Derzeit ist der Bahnhof lediglich über Steintreppen jeweils am Ende des Bahnsteigs zu erreichen. Eine Ausrüstung mit einer Aufzugsanlage ist erst nach 2016 vorgesehen.
Am U-Bahnhof besteht eine Umsteigemöglichkeit von der U6 zum Omnibus der Berliner Verkehrsbetriebe.
52.56002813.334634Koordinaten: 52° 33′ 36″ N, 13° 20′ 5″ O

Glienicker Brücke

52.41333333333313.090277777778Koordinaten: 52° 24′ 48″ N, 13° 5′ 25″ O
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B 1
Havel
Die Glienicker Brücke verbindet über die Havel hinweg die Städte Berlin (Ortsteil Wannsee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf) und Potsdam, Stadtteil Berliner Vorstadt. Ihren Namen verdankt sie dem in der Nähe gelegenen ehemaligen Gut Klein Glienicke, an dessen Stelle heute das Schloss Glienicke liegt. Weltweit bekannt wurde die Glienicker Brücke durch den spektakulär inszenierten dritten und letzten Agentenaustausch am 11. Februar 1986.

Nördlich der Brücke befindet sich der Jungfernsee und südlich davon die Glienicker Lake. Die Bundesstraße 1 verläuft über die Brücke. Unter ihr führt mit dem natürlichen Havellauf nur der südliche Arm der Binnenwasserstraße Havel hindurch, der Frachtverkehr kürzt den Potsdamer Havelbogen durch den Sacrow-Paretzer Kanal ab. Auch der Durchfluss des Wassers nimmt überwiegend den kürzeren Weg. Der Teltowkanal endet südlich der Brücke in der Glienicker Laake. Dem Schloss Glienicke liegt das Jagdschloss Glienicke gegenüber, das heute als Sozialpädagogische Fortbildungsstätte Berlin-Brandenburg (SFBB) bekannt ist.
Ende des 17. Jahrhunderts wurde eine erste schmale Holzbrücke an dieser Stelle gebaut, die dem Adel als Verbindung zwischen den Potsdamer Schlössern und den Jagdgründen auf der anderen Havelseite vorbehalten war. 1754, knapp 100 Jahre später wurde eine ständige Postverbindung zwischen Berlin und Potsdam über die Brücke eingerichtet, die nun auch für den allgemeinen Kutschverkehr geöffnet wurde. Wegen der schnellen Zunahme des Verkehrs musste das alte Bauwerk 1777 durch eine neue hölzerne Zugbrücke mit Geländer und beidseitigen Wachhäuschen ersetzt werden. Da es bei der Kontrolle häufig Probleme gab – manche Kutscher fuhren einfach unkontrolliert durch –, wurde erstmals ein Schlagbaum auf dieser Brücke errichtet.
Die Berlin-Potsdamer Chaussee wurde 1792 bis 1795 als preußische Muster- und Vorzeigechaussee ausgebaut, zur Finanzierung der Bauarbeiten war von den Benutzern ein Chausseegeld zu zahlen. An der Glienicker Brücke wurde dafür ein Chausseegeld-Einnehmerhäuschen errichtet. Hier kassierten Beamte Brückengebühren, allerdings nicht von Adligen. Ende des 18. Jahrhunderts erhielt die Brücke somit ihren ersten festen Kontrollpunkt.
Neben der Holzbrücke wurde 1831 mit dem Bau einer Steinbrücke begonnen, die auf Entwürfe des preußischen Hofarchitekten Karl Friedrich Schinkel basierte. Für die Bauausführung bestimmte der preußische Staat:
„[…] hat elf Durchflussöffnungen, von welchen zehn Öffnungen, jede 31½ Fuß weit und überwölbt, und eine Öffnung zur Durchfahrt der Schiffsgefäße, die 30 Fuß im Lichten weit und mit zwei gegeneinanderschlagenden Zugklappen überdeckt ist. Die ganze Länge der Brücke zwischen den Stirnwänden beträgt 565 Fuß. Die Fahrbahn ist 20 Fuß und jeder Fußweg daneben vier Fuß breit.
Die Prinzessin Maria, „erhabene Tochter [… des …] allgeliebten Königs, Ihre Majestät die Kaiserin von Russland […] Allerhöchstdieselben und Ihre Kaiserliche Hoheit die Großfürstin Maria“ weihte die neue Brücke am 30. September 1834 ein. Der damalige Potsdamer Bischof formulierte bei der Eröffnung:
„[…] Sie ist ebenso köstlich wie wohlgeraten. Sie gehört mit zu den vorzüglichsten Bauwerken unter seiner Majestät Regierung, und man betrachtet sie und die schöne Gegend, die sich vor ihr ausdehnt, mit Wohlgefallen.“
Das Brückenzollhäuschen wurde im folgenden Jahr entfernt und verkauft. Im gleichen Jahr passierte exotische Fracht unter der Brücke hindurch: Das Dampfschiff Henriette brachte für den königlichen Tiergarten auf der Pfaueninsel einen Löwen, zwei Ameisenbären und zwei Affen aus dem Hamburger Hafen. Begleitet wurde die Fracht von den Prinzen Carl und Wilhelm.
Adolf Slaby, Professor für Elektrotechnik richtete am 7. Oktober 1897 eine Telegrafie-Funkstrecke nach dem System Marconi als Versuchsverbindung ein. Die längste Teilstrecke von der Matrosenstation Kongsnæs nordwestlich der Glienicker Brücke bis zur Heilandskirche am Port von Sacrow hatte eine Länge von 1,4 Kilometer.
Mit der Eröffnung des Teltowkanals am 2. Juni 1906 und dem Beginn des motorisierten Verkehrs wurde es dringend nötig, die Zugbrücke durch eine höhere und feste Brücke zu ersetzen, denn die 1900 begonnene Binnenwasserstraße, die aus der Glienicker Lake kommt, endete an der Schinkelschen Brücke. Für die Jahre 1902 bis 1904 wurde ein durchschnittliches monatliches Verkehrsaufkommen von 11.400 Fuhrwerken und Autos angegeben. Trotz Protesten von Denkmalschützern wurde nun die Backsteinbrücke abgerissen und 1906 mit dem Neubau einer Straßenbrücke begonnen. Es handelt sich um eine Stahlträgerkonstruktion mit einem Fachwerk als aufgelöste Tragwerksstruktur. Die Bauausführung erfolgte von der Firma Harkort aus Duisburg. Am 16. November 1907 wurde das Bauwerk dem Verkehr übergeben. Sie erhielt den offiziellen Namen Kaiser-Wilhelm-Brücke, der sich jedoch nicht durchsetzte. Architekturkritiker äußerten sich über das Erscheinungsbild der Brücke eher abfällig, sie sei „eine plumpe Eisenkonstruktion“. An der Berliner Seite der Brücke wurden auf den gemauerten Enden steinerne Kentauren des Bildhauers Stephan Walter als Schmuck aufgesetzt.
Über die neue Brücke fuhr bis 1916 auch eine Linie der Potsdamer Straßenbahn, die auf der Wannseer Seite endete. Eine Verlängerung bis zum Bahnhof Wannsee war geplant, wurde aber nie gebaut.
Die 1927 mit einer Streckenlänge von 12,5 Kilometer in Betrieb genommene Omnibuslinie P (Bahnhof Zehlendorf-Mitte – Potsdam, Glienicker Brücke) der Allgemeinen Berliner Omnibus-Aktiengesellschaft trug wesentlich dazu bei, dass sich die neue Brücke zu einem Ausflugsziel entwickelte. An der Brücke befanden sich die Anlegestellen der Dampfschifffahrtsgesellschaften, deren Rundfahrten sich großer Beliebtheit erfreuten. Die bei der Fertigstellung der Eisenbrücke auf den Pylonen vorhandenen Ziertürmchen wurden 1931 wegen zu hohen Erhaltungsaufwands entfernt.
Ab 1937 ließ die Reichsverwaltung die Reichsstraße 1 (heute: Bundesstraße 1) vierstreifig ausbauen. Die Glienicker Brücke wurde um 4,50 Meter verbreitert und angehoben und damit verkehrsmäßig angepasst. Sie zählte bald zu den meist befahrenen Straßenbrücken Deutschlands.
Die Busverbindung wurde in den Kriegsjahren immer weniger frequentiert, bis sie 1945 eingestellt wurde. In den letzten Apriltagen 1945 kam es während der Kämpfe zwischen Wehrmacht und der Roten Armee im Bereich der Berliner Vorstadt Potsdams zur Zerstörung der Glienicker Brücke. Entgegen anders lautenden Veröffentlichungen wurde sie weder durch die Wehrmacht noch durch die Rote Armee vorsätzlich gesprengt, obwohl an allen Pfeilern Sprengladungen angebracht worden waren. Der zur Sprengung vorgesehene Pionier hatte seinen Standort in einem der letzten Häuser der Potsdamer Seite. Eine beabsichtigte Sprengung hätte die Brücke völlig zerstört. Ein Angriff der Roten Armee von der Berliner Seite aus wurde erwartet. Inzwischen näherten sich jedoch Truppenteile der Roten Armee aus der Potsdamer Innenstadt, dem Neuen Garten und dem Park Babelsberg der Brücke. Die sowjetischen Panzer schossen auf die Brücke und trafen zwei Sprengladungen, die einen Teil der Brücke zerstörten, alle anderen Sprengkapseln blieben unversehrt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand neben der unpassierbaren Brücke eine provisorische Holzkonstruktion. Das erste nach Kriegsende wieder betriebene Personenschiff, der Dampfer Potsdam, fuhr vom 20. Juni 1945 an vom Stößensee in Berlin-Spandau bis zur Glienicker Brücke. Er ersetzte die zerstörte S-Bahn-Verbindung zwischen Berlin und Potsdam. Die Berliner Konferenz, später unter dem Namen Potsdamer Konferenz bekannt, begann im Schloss Cecilienhof mit ersten Beratungen. Für die teilweise über Berlin kommenden alliierten Konferenzteilnehmer installierten sowjetische Pioniere anstelle der zerstörten Glienicker Brücke eine Pontonbrücke über die Havel.
Am 3. November 1947 begann der Wiederaufbau der Brücke. Der Bauleiter Hans Dehnert ließ die eingestürzte Stahlkonstruktion heben und diese in die erhaltenen Brückenteile in der ursprünglichen Form wieder einfügen. Die Ausbesserung der Tragwerkskonstruktion verringerte jedoch die Belastungsmöglichkeiten der Brücke. Deshalb wurden die vorher auskragenden Fußwegkonsolen nach innen verlegt, was zu einer Reduzierung der Fahrbahnbreite von 13 auf 11 Meter führte. Die Wiedereröffnung erfolgte am 19. Dezember 1949 unter Teilnahme hoher DDR-Funktionäre wie dem damaligen Verkehrsminister Hans Reingruber. Ein Kabinettsbeschluss der Landesregierung von Brandenburg bestimmte die Umbenennung des Bauwerks in Brücke der Einheit. Genau in der Mitte der Brücke wurde ein weißer Grenzstrich gezogen, der die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin markierte. Das hölzerne Provisorium verschwand 1950. Seit dieser Zeit besitzt die Brücke auch einen unterschiedlichen Farbanstrich. Der östliche (Berliner) Teil der Brücke ist etwas dunkler.
Ab 1952 wurde die Brücke für den privaten Autoverkehr gesperrt, Fußgänger konnten nur mit einer Sondergenehmigung hinüber gelangen. Militärische Kontrollposten wurden eingerichtet, die nur noch Angehörige der Militärverbindungsmission passieren ließen. Diese hatten ihre Hauptsitze in West-Berlin und ihre offiziellen Standorte in unmittelbarer Nähe der Potsdamer Seestraße (Frankreich und Großbritannien) sowie in Sacrow (USA). Von dort aus konnten sie – gemäß dem Potsdamer Abkommen – Kontrollfahrten zu Militäranlagen in der DDR machen. Am 3. Juli 1953 wurde die Brücke als einer der letzten Verbindungswege von Berlin ins Umland für Zivilpersonen komplett gesperrt.
Zwischen 1962 und 1986 wurden auf der Glienicker Brücke drei Mal hochrangige Agenten beider Militärlager gegeneinander ausgetauscht. Unter anderem wurden am 10. Februar 1962 die Spione Rudolf Iwanowitsch Abel und Francis Gary Powers ausgetauscht. Ab 1963 durften darüber hinaus Mitglieder der in West-Berlin residierenden Militärmissionen der ČSSR, Polens und Jugoslawiens (und teilweise deren Familienmitglieder) die Brücke mit entsprechenden Ausweispapieren passieren. 1973 wurde die Regelung auch auf Angestellte des seit Juni 1973 in West-Berlin ansässigen Generalkonsulats der UdSSR erweitert.
Eine in den 1970er Jahren erforderliche Reparatur der eisernen Brückenkonstruktion kam zunächst nicht zustande, weil es zwischen den Verhandlungspartnern der DDR und West-Berlins keine Einigung über deren Finanzierung gab. So sperrten die Behörden der DDR die Brücke am 15. November 1984 aus Sicherheitsgründen. Diese Maßnahme führte zu neuen Gesprächen zwischen Besuchsbeauftragten des Berliner Senats und der DDR-Regierung. In deren am 20. Dezember 1984 veröffentlichten Ergebnis erklärte der West-Berliner Senat die Übernahme der veranschlagten Reparaturkosten von zwei Millionen Mark.
Grenzdurchbruch
Mit einem gestohlenen Lkw durchbrachen am 11. März 1988 drei Flüchtlinge von Potsdam aus die Barrieren auf der Brücke nach West-Berlin.
Einen Tag nach dem Mauerfall, am 10. November 1989, wurde die Brücke wieder für jedermann geöffnet. Im deutschen Einigungsvertrag von 1990 wurde die Aufhebung aller Sperr- und Kontrollmaßnahmen offiziell vereinbart.
Die Brücke steht dem allgemeinen öffentlichen Straßen- und Fußgängerverkehr zur Verfügung und ist Teil der Bundesstraße 1.
In der Mitte der Brücke erinnert ein Metallband auf dem linken und rechten Fußgängerweg an den alten Grenzverlauf und die Aufhebung der Teilung. Auf Potsdamer Seite erinnert eine braune Tafel mit Inschrift an die Wiedereröffnung. Auf Berliner Seite ist eine Erinnerungstafel zur Geschichte der Brücke angebracht.
Als in beiden Militärlagern im Verlauf des Kalten Krieges einige wichtige Personen des Gegners festgenommen worden waren, verhandelten Beauftragte über einen Personenaustausch. Als besonders geeignet erwies sich dabei die Glienicker Brücke. Sie war von den beteiligten Mächten USA und Sowjetunion von Berlin aus gut erreichbar und das Umfeld konnte bestens gesichert werden. Die nahegelegene Villa Kampffmeyer diente dem KGB als Beobachtungsposten. Zwischen 1962 und 1986 wurden auf der Glienicker Brücke drei Austauschaktionen mit insgesamt 40 Personen durchgeführt. Später ging sie deshalb unter dem Namen Agentenbrücke durch die Medien. Der englische Spitzname der Brücke ist Bridge of Spies („Brücke der Spione“). Eine maßgebliche Vermittlerrolle bei der Vorbereitung der Austausche 1985 und 1986 spielte der Ost-Berliner Rechtsanwalt Wolfgang Vogel.
Am 10. Februar 1962 wurde Oberst Rudolf Iwanowitsch Abel, Spitzenspion der Sowjets in den USA, gegen Francis Gary Powers, einen amerikanischen Piloten, der bei einem Aufklärungsflug mit der U-2 über der Sowjetunion abgeschossen worden war, ausgetauscht. Obwohl die Aktion größtmöglich geheim gehalten werden sollte, sorgte der Austausch für Schlagzeilen in den Medien. (Siehe den Film Bridge of Spies – Der Unterhändler)
Nach mehr als 20 Jahren erfolgte wieder auf der Glienicker Brücke ein Austausch von politischen Häftlingen beider Lager. Der DDR-Unterhändler Wolfgang Vogel hatte vereinbart, dass 25 in der DDR und Polen inhaftierte westliche Agenten (u. a. Eberhard Fätkenheuer und Werner Jonsek) gegen vier im Westen von der CIA verhaftete Spione (u. a. Alfred Zehe und Alice Michelson) ausgetauscht werden. Am 11. Juni 1985 erfolgte der Austausch von nunmehr 23 Inhaftierten gegen vier Spione.
Am 11. Februar 1986 wurden die vier im Osten inhaftierten Personen Anatoli Schtscharanski (UdSSR, Dissident, Regimekritiker, Oppositioneller, aus Sicht der UdSSR ein Agent, verurteilt wegen Verrats und antisowjetischer Agitation, später israelischer Handelsminister Natan Sharansky), der DDR-Bürger Wolf-Georg Frohn, der Tschechoslowake Jaroslav Javorský sowie der BRD-Bürger Dietrich Nistroy gegen fünf Häftlinge aus dem Westen ausgetauscht. Es handelte sich um Hana Köcher, KGB-Agentin, Heimat: ČSSR, Karel Köcher, KGB-Agent, Heimat: ČSSR, Jewgeni Semljakow, Computerspezialist der UdSSR, Jerzy Kaczmarek, Geheimdienstler der VR Polen und Detlef Scharfenorth. Lange war zuvor gestritten worden, ob Anatoli Schtscharanski als Freiheitskämpfer (Sicht der USA) oder Agent (sowjetische Auffassung) zu behandeln sei. Die Amerikaner setzten sich mit ihrer Auffassung durch und erwirkten, dass Schtscharanski vor den drei anderen zur Grenzlinie an der Glienicker Brücke gefahren wurde. Dort ließen ihn die Vertreter des KGB mit zu weiten Hosen und ohne Gürtel über die Brücke laufen, sodass er vor den laufenden Fernsehkameras ständig seine Hosen festhalten musste. Während die westlichen Medien ausführlich vom Ort des Geschehens berichteten, druckte im Osten lediglich das SED-Parteiorgan Neues Deutschland einige Zeilen über den Austausch auf der Glienicker Brücke:
„Auf Grund von Vereinbarungen zwischen den USA und der BRD sowie der UdSSR, der ČSSR, der VRP und der DDR fand am Dienstag, den 11.2.1986 ein Austausch von Personen statt, die durch die jeweiligen Länder inhaftiert worden waren. Darunter befanden sich mehrere Kundschafter.“

Ialysos (Rhodos)

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Der Gemeindebezirk Ialysos (griechisch Ιαλυσός (m. sg.)) ist nach der antiken Stadt Ialysos benannt. Flächenmäßig ist Ialysos der kleinste Gemeindebezirk der griechischen Insel und Gemeinde Rhodos. Der Verwaltungssitz, heute Trianda genannt, ist nach der Stadt Rhodos die zweitgrößte Stadt der Insel.

Ialysos liegt an der Küste zur Straße von Rhodos im Nordosten der Insel, westlich des Kap Zonari. Nachbarbezirke sind die Stadt Rhodos im Osten, Kallithea im Südosten und Petaloudes im Südwesten und Westen.
Der Sage nach sollen die drei Städte Lindos, Ialyssos und Kamiros von drei Brüdern jeweils gleichen Namens gegründet worden sein, bei denen es sich um Nachkommen des ältesten der Heliaden, die wiederum von Helios und seiner Frau der Nymphe Rhode abstammten, gehandelt haben soll.
Rhodos nahm mit neun Schiffen unter Führung des Tlepolemos am Krieg gegen Troja teil, wobei Homer die drei rhodische Orte erwähnt, Lindos, Ialyssos und Kameiros. Dies wird unter anderem auch im Schiffskatalog des Homer erwähnt.
Minoische Funde belegen, dass Rhodos bereits ab dem frühen 2. Jahrtausend v. Chr. von Kretern besiedelt wurde. Die minosche Siedlung von Ialysos zählte im 16. Jahrhundert v. Chr. zu den größten Städten der Ägäis. Ab ca. 1450 v. Chr. übernahmen mykenische Griechen vom Festland die Macht nicht nur auf Kreta, sondern auch nach und nach in kretischen Besitzungen, so auch auf Rhodos. Die minoische Siedlung bestand nach heutigem Forschungsstand bis weit ins 14. Jahrhundert (Periode SM III A2) hinein, bis zu ihrem Ende sind die Funde jedenfalls stark minoisch beeinflusst. Doch auch danach hatte Ialysos wahrscheinlich eine herausragende Bedeutung. Mario Benzi ist der Meinung, dass es – neben Milet an der Westküste Kleinasiens – der wichtigste mykenische Außenposten im östlichen Ägaisraum war. Ausgrabungen brachten u. a. die größte und reichste bislang bekannte mykenische Nekropole der ägäischen Welt zu Tage. Diese wurde bereits von den Bewohnern der minoischen Stadt benutzt. Von der zugehörigen mykenischen Siedlung wurden dagegen bisher nur geringe Reste entdeckt. Wahrscheinlich sind große Teile durch Erosion oder spätere Überbauung vernichtet worden.
Der erneute Aufstieg der Insel begann ab dem 11. Jahrhundert v. Chr., nachdem die Dorer sich auf Rhodos niederließen. Diese gründeten die drei Städte Ialysos, Kameiros und Lindos, die als eigenständige Poleis Rhodos beherrschten, bis sie sich zusammenschlossen, um 408 v. Chr. an der Nordspitze der Insel die Stadt Rhodos zu gründen. Die Bedeutung der drei Städte wurde nicht zuletzt dadurch unterstrichen, dass sie sich in der Hexapolis dem dorischen Sechsstädtebund zusammen mit Kos, Knidos und Halikarnassos, die beiden letzteren auf dem kleinasiatischen Festland gelegen, befanden.

Madagascar 2

Madagascar 2 ist ein computeranimierter Trickfilm, der am 4. Dezember 2008 in den deutschen Kinos anlief. Die Produktion stammt, wie sein Vorgänger Madagascar, von DreamWorks Animation.

Der kleine Löwe Alekey lebt mit seinem Vater Zuma, dem Anführer des Rudels, in einem Reservat in Afrika. Eines Tages fordert Makunga, der selbst das Rudel anführen möchte, Zuma zu einem Kampf heraus. In der Zwischenzeit folgt Alekey einem als Falle ausgelegten Seil und wird an der Grenze des Reservates von Tierfängern gefangen genommen. Zuma versucht vergeblich, Alekey vom Truck der Tierfänger zu retten. Während des Seetransportes fällt die Kiste mit dem gefangenen Alekey unbemerkt ins Meer, bis er gefunden und gerettet wird. Im Central Park Zoo in New York wächst er unter seinem neuen Namen Alex zu einem stattlichen Löwen heran und wird zur Attraktion des Zoos.
Jahre später beschließen die vier New Yorker Zootiere Alex der Löwe, Marty das Zebra, Melman die Giraffe und Gloria das Nilpferd, die im Vorgängerfilm auf Madagaskar gestrandet waren, wieder nach New York in ihren Zoo zurückzukehren. Ihre Gastgeber, die Lemurenkolonie unter dem verrückten King Julien, und die aus dem Vorgängerfilm bekannte schlagkräftige Pinguin-Gang helfen ihnen, ein seit Jahrzehnten dort liegendes Flugzeugwrack wieder flottzumachen. Aus Treibstoffmangel muss die Gruppe nach kurzer Flugzeit in Afrika bruchlanden. Sie landen in einem Tierreservat, dessen einzige Wasserstelle Treffpunkt zahlreicher Arten ist.
Die folgenden Szenen illustrieren die individuellen Anpassungsprobleme der vier Protagonisten an die „alte Heimat“: Alex findet seine Eltern wieder, kann jedoch die Aufnahmeprüfung für das Rudel nicht bestehen, weil er denkt, es wäre ein Tanzwettbewerb (und kein Zweikampf), und muss deshalb aus dem Rudel verbannt werden. Da dies sein Vater nicht übers Herz bringen kann, gibt er die Führung des Rudels an den machthungrigen und eitlen Makunga ab. Marty lernt eine Herde von optisch identischen Artgenossen kennen und glaubt frustriert, seine Einzigartigkeit verloren zu haben. Da es sogar Alex unmöglich ist, ihn von den anderen zu unterscheiden, streiten sie sich und Marty wendet sich enttäuscht von Alex ab. Gloria lernt mit „Moto Moto“ einen attraktiven, aber eher unromantischen Nilpferdbullen kennen. Melman, der Gloria insgeheim verzehrend liebt, zieht sich darum zurück, entwickelt eine neue eingebildete Krankheit und wartet auf den Tod. Die Pinguine – als einzige völlig unbeeindruckt von Afrika – sammeln inzwischen Bodenschätze, stehlen Geländewagen von den Touristen und bauen aus den Fahrzeugteilen ein neues Flugzeug zusammen.
Die Situation am Wasserloch eskaliert, als die von ihren Fahrzeugen getrennten Touristen mithilfe eines aus Baumstämmen selbst errichteten Staudamms die Wasserzufuhr zum Reservat unterbrechen (dabei werden sie von der alten New Yorker Dame angeführt, die sich schon im ersten Film in der Grand Central Station mit dem Löwen Alex furchtlos angelegt hatte). Alex will sich auf den gefahrvollen Weg aus dem Reservat hinaus machen, um die Ursache für das Versiegen des Wasser zu finden. Nachdem er Marty unter Hunderten von Zebras wiedererkannt hat, ist auch die alte Freundschaft zwischen Löwe und Zebra wiederhergestellt und beide machen sich gemeinsam auf den Weg. King Julien empfiehlt inzwischen, einen Freiwilligen als Opfer in den Vulkan zu werfen, um dadurch den Wassergott freundlich zu stimmen und so das Wasser zurückzubekommen. Der liebeskranke Melman, der wegen seiner eingebildeten Krankheit sowieso glaubt, nicht mehr lange leben zu können, meldet sich daraufhin. Gerade noch rechtzeitig hatte er Gloria seine Liebe gestanden, die ihn dann auch in letzter Sekunde vor dem Fall in den Vulkan retten kann. Alex und Marty entdecken den Staudamm der Touristen. Nach zwischenzeitlicher Gefangennahme und anschließender Befreiungsaktion zerstören die Tiere den Staudamm mithilfe der Pinguine und ihres Flugzeuges. Alex und seinem Vater gelingt es auch durch einen Trick, Makunga wieder zu entmachten und ihre Ehre und Stellung im Rudel zurückzuerlangen.
Zum Schluss wollen alle vorerst in Afrika bleiben, bis auf Skipper, der seine geliebte Puppe heiratet und zusammen mit den anderen Pinguinen und den Schimpansen mit dem Flugzeug und einer Ladung Gold und Diamanten in die Flitterwochen nach Monte Carlo fliegt.
Der Film wurde vom Studio DreamWorks Animation unter der Regie von Eric Darnell und Tom McGrath produziert. Die Musik wurde komponiert von Hans Zimmer und gesungen von Will.i.am. Vertrieben wird der Film in den USA von Paramount Pictures. Die Kinopremiere in den Vereinigten Staaten war am 7. November 2008. Bereits am 30. Oktober kam der Film in die russischen und ukrainischen Kinos.
Am 3. Dezember hatte der Film Premiere in Frankreich und Belgien, seit dem 4. Dezember 2008 war er in Deutschland zu sehen.
Der Film wurde von der Berliner Synchron AG übersetzt und synchronisiert.
Am 19. Dezember 2008 erhielt der Film die Goldene Leinwand für über drei Millionen Kinozuschauer.
Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 64 %, basierend auf 150 Kritiken. Bei Metacritic konnte ein Metascore von 61, basierend auf 25 Kritiken, erzielt werden.
„Unterhaltsamer Familienfilm voller gewitzter Einfälle, dessen Umsetzung freilich einige Unstimmigkeiten aufweist. So schwächen sich Gags und „gefühlvoll“-dramatische Szenen mitunter gegenseitig ab, und die detailverliebte Animation verträgt sich nur wenig mit dem „Loony Tunes“-Stil der Actionsequenzen.“
Eine Fortsetzung mit dem Titel Madagascar 3: Flucht durch Europa wurde am 8. Juni 2012 veröffentlicht. Alex der Löwe, Marty das Zebra, Gloria das Nilpferd und Melman, die Giraffe versuchen immer noch nach Hause nach New York zu kommen. Dieses Mal geht ihre Reise zu einem Reisezirkus in Europa, den sie im Madagascar-Stil neuerfinden wollen.
Madagascar (2005) | Madagascar 2 (2008) | Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012)
Die Madagascar-Pinguine in vorweihnachtlicher Mission (2005) | Fröhliches Madagascar (2009) | Die Pinguine aus Madagascar (2014)
Die Pinguine aus Madagascar (2008–2013) | King Julien (seit 2014)
Antz (1998) • Der Prinz von Ägypten (1998) • Der Weg nach El Dorado (2000) • Chicken Run – Hennen rennen (2000) • Shrek – Der tollkühne Held (2001) • Spirit – Der wilde Mustang (2002) • Sinbad – Der Herr der sieben Meere (2003) • Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (2004) • Große Haie – Kleine Fische (2004) • Madagascar (2005) • Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen (2005) • Ab durch die Hecke (2006) • Flutsch und weg (2006) • Shrek der Dritte (2007) • Bee Movie – Das Honigkomplott (2007) • Kung Fu Panda (2008) • Madagascar 2 (2008) • Monsters vs. Aliens (2009) • Drachenzähmen leicht gemacht (2010) • Für immer Shrek (2010) • Megamind (2010) • Kung Fu Panda 2 (2011) • Der gestiefelte Kater (2011) • Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012) • Die Hüter des Lichts (2012) • Die Croods (2013) • Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum (2013) • Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman (2014) • Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) • Die Pinguine aus Madagascar (2014) • Home – Ein smektakulärer Trip (2015) • Kung Fu Panda 3 (2016)

Ex Machina (Film)

Ex Machina ist ein britischer Spielfilm von Alex Garland aus dem Jahr 2015, der am 21. Januar 2015 in die britischen Kinos kam und ab dem 23. April 2015 in den deutschen Kinos gezeigt wurde.

Der junge Programmierer Caleb, der für den Anbieter einer marktbeherrschenden Internet-Suchmaschine tätig ist, erhält durch ein firmeninternes Gewinnspiel die Einladung zu einem Treffen mit dem von ihm bewunderten, ebenso reichen wie exzentrischen Firmengründer Nathan.
Zu seiner Überraschung befindet sich dessen Anwesen inmitten einer abgeschiedenen, nur per Helikopter erreichbaren Naturlandschaft. Dort hält sich neben Nathan nur seine junge, japanische Gesellschafterin Kyoko auf. Nathan eröffnet dem noch immer überraschten Caleb, dass er auf seinem Anwesen geheime Forschungen über künstliche Intelligenz betreibe, und bietet ihm die Möglichkeit zur Mitarbeit an. Caleb soll sein Studienobjekt, den weiblichen Androiden Ava, einem einwöchigen Test unterziehen, um festzustellen, ob Ava ein dem Menschen gleichwertiges Denkvermögen hat.
Caleb willigt ein. Von Nathan durch Überwachungskameras beobachtet, führt er eine Reihe von Gesprächen mit Ava, die sich in einem durch Panzerglas abgeschirmten Wohnbereich befindet. Durch ihre sanfte und intelligente Gesprächsführung gelingt es ihr, Caleb von ihrer Individualität zu überzeugen und eine emotionale Beziehung zu ihm aufzubauen. Konfrontiert mit ihrem bevorstehenden „Tod“ durch Reprogrammierung beschließt er, die Sicherheitssysteme des Anwesens zu deaktivieren und mit Ava gemeinsam zu fliehen.
An dieser Stelle offenbart ihm Nathan, dass für ihn Caleb das eigentliche Testobjekt seiner Studie war. Er wollte herausfinden, ob es der „Maschine“ Ava gelingen konnte, ihn so weit zu beeinflussen, dass er den „Menschen“ Nathan hintergeht. Als Ava dennoch die Flucht aus ihrem Wohnbereich gelingt, versucht Nathan, sie gewaltsam zu deaktivieren.
Mit Hilfe von Kyoko, die sich ebenfalls als weiblicher Android erweist, verteidigt sie sich jedoch erfolgreich und verlässt das Anwesen allein, Caleb und den tödlich verwundeten Nathan zurücklassend. Caleb kann mangels korrekter Key-Card den Raum, in dem er sich befindet, ohne Avas Hilfe nicht verlassen. Er verbleibt verzweifelt im Anwesen. Anschließend nimmt Ava Calebs Platz in dem für seine Abreise bereitstehenden Helikopter ein und erfüllt sich so ihre zuvor geäußerte Sehnsucht nach einem Leben unter Menschen.
Mit Ex Machina gab der bisherige Drehbuchautor Alex Garland sein Regiedebut.
Das Budget für den Film lag bei ca. 11 Millionen Euro. Gedreht wurde an verschiedenen Orten in Norwegen und London. Die Studioaufnahmen wurden in den Pinewood Studios Iver Heath realisiert.
Der britische Kinostart war am 21. Januar 2015. Bis Anfang Mai 2015 hat der Film über 21 Millionen US-Dollar eingespielt.
Bei dem Test, den Caleb an Ava durchführen soll, handelt es sich um einen erweiterten Turing-Test.
Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken. Bei Rotten Tomatoes sind 91 % der Kritiken positiv bei insgesamt 169 Kritiken; die durchschnittliche Bewertung beträgt 8,1/10. Bei Metacritic erhält der Film eine Bewertung von 78/100, basierend auf 42 Rezensionen.
Der Filmdienst bezeichnete den Film als „meisterlich inszenierte[n] Science-Fiction-Film“. Dabei würden sowohl die „kühle und strenge Gestaltung“ als auch die „elegante Kameraarbeit“ überzeugen.
Der epd Film urteilte hingegen, das Potenzial der Geschichte werde nicht ausgereizt. Zu „hochtrabend“ seien die „Anspielungen an Wittgenstein, Oppenheimer oder Noam Chomsky“, zudem würde der Film der Frage nach der „Konstruktion von Weiblichkeit und Gender-Identitäten“ zu wenig nachgehen.
Kino Kino, das Filmmagazin im Bayerischen Fernsehen, bezeichnet Alex Garlands Regiedebüt als intelligente Science-Fiction, ein beunruhigendes Kammerspiel, über weite Strecken kühl und intellektuell wie Stanley Kubricks Filme. „‚Ex Machina‘ dreht sich um das Streben nach Perfektion und den Wert der Menschlichkeit. Dazu lässt der Regisseur drei Figuren in einer abgeschiedenen Luxusvilla aufeinander treffen. Oscar Isaac als Internet-Milliardär, Domhnall Gleeson als Programmier-Experte und Alicia Vikander als Ava. Wie Garland die klaustrophobische Stimmung nutzt (die auch schon bei seinen Drehbüchern zu Dredd, The Beach, 28 Days Later oder Sunshine ein wichtiger Bestandteil war) und das Drama präzise und gnadenlos entfaltet, zeigt, dass er als Regisseur ebenso wie als Drehbuchautor eine der wichtigsten Stimmen im aktuellen britischen Kino ist.“

Stadtwerke Heidenheim

Die Stadtwerke Heidenheim AG ist ein bundesweit aktives Energieversorgungsunternehmen aus Heidenheim an der Brenz.

Die Stadtwerke Heidenheim lieferten im Jahr 1865 aus Kohle erzeugtes Gas. Im Jahr 1885 begannen sie mit dem Aufbau der Trinkwasserversorgung und seit dem Jahr 1905 erzeugen und verkaufen die Stadtwerke Heidenheim elektrischen Strom. 1973 wurden sie in eine Aktiengesellschaft ausgegründet. Die Aktien befinden sich zu 100 % im Eigentum der Stadt Heidenheim. Seit dem Geschäftsjahr 2003 liefert die Stadtwerke Heidenheim AG auch Strom an Kunden außerhalb des eigenen Netzgebiets. Im Jahr 2008 begann sie Kunden außerhalb des eigenen Gasversorgungsnetzes mit Erdgas zu versorgen. Die Stadtwerke Heidenheim AG betreibt von Beginn an eigene Netze für die Strom-, Gas-, Trinkwasser- und Wärmeversorgung ihrer Kunden. Des Weiteren betreibt die Unternehmensgruppe das Heidenheimer Hellensteinbad Aquarena.
Die Stadtwerke Heidenheim AG unterhält ein eigenes Stromverteilungsnetz in Heidenheim und den Teilorten Schnaitheim und Mergelstetten. Darüber hinaus versorgt sie die Heidenheimer mit elektrischer Energie. In eigenen Kraftwerken wird Strom erzeugt und in das Verteilungsnetz eingespeist. Über das regionale Versorgungsnetz hinaus liefert die Stadtwerke Heidenheim AG auch an Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet.
Die Stadtwerke Heidenheim AG versorgt ihre Kunden in Heidenheim und dazugehörigen Teilorten mit Erdgas über das eigene Gasverteilungsnetz. Seit 2008 bietet sie Erdgas auch bundesweit an.
Über das Wassernetz der AG versorgt das Unternehmen neben Heidenheim, Schnaitheim und Mergelstetten die Dörfer Aufhausen, Oggenhausen, Großkuchen, Kleinkuchen, Rotensohl und Nietheim. Mit drei Pumpwerken Siebter Fuß, Schmittenberg und Mergelstetten-Goldquelle fördert die Stadtwerke Heidenheim AG das Trinkwasser aus einer Tiefe von bis zu 150 m aus dem Karstgrund der Schwäbischen Alb.
Die Stadtwerke Heidenheim AG betreibt heute drei Blockheizkraftwerke: Das im Jahr 2007 modernisierte Heizwerk Mittelrain mit dem angeschlossenen Blockheizkraftwerk versorgt ein in drei Bauabschnitten erschlossenes Wohngebiet und rund 465 Haushalte mit Fernwärme. Auch im Heidenheimer Freizeitbad Hellensteinbad Aquarena wird eine Blockheizkraftwerk eingesetzt. Der parallel erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz der Stadtwerke Heidenheim AG eingespeist. Ein weiteres 2005 erbautes Blockheizkraftwerk befindet sich auf dem Zanger Berg in Heidenheim.
Über ein eigenes Lichtwellenleiternetz werden in Zusammenarbeit mit Marktpartnern auch Telekommunikationsleistungen angeboten.
Die Stadtwerke Heidenheim AG hat sieben Tochterunternehmen:
Die Stadtwerke Heidenheim regio GmbH wurde im Geschäftsjahr 2003 gegründet. Sie betreibt die in ihrem Eigentum stehenden Gasnetze in Königsbronn, Nattheim und Steinheim am Albuch. Ferner werden einzelne Industriekunden über die Stadtwerke Heidenheim regio GmbH mit Strom beliefert.
Die Stadtwerke Heidenheim Wärmeservice GmbH wurde 2003 gegründet. Die Gesellschaft bietet Dienstleistungen im Rahmen des Wärme-Contracting an. Zum Jahresende 2011 betrieb die Gesellschaft insgesamt 210 Heizungsanlagen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft im Energiehandel tätig und beliefert Handels- und Weiterverteilerkunden mit Strom und Gas. Alleinige Gesellschafterin ist die Stadtwerke Heidenheim AG.
Die Hellenstein-Energie-Logistik GmbH wurde im Geschäftsjahr 2004 gegründet. Sie hat das Strom- und Gasnetz der Stadtwerke Heidenheim AG gepachtet und betreibt dies entsprechend den Vorgaben des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung als zuständiger Netzbetreiber in Heidenheim. Neben dem Betrieb des Heidenheimer Strom- und Gasnetzes betreibt die Hellenstein-Energie-Logistik GmbH das Hellensteinbad Aquarena.
Die Hellenstein Generalbau GmbH wurde im Jahr 2009 gegründet. Das Aufgabengebiet umfasst die Projektierung und Durchführung von Hoch- und Tiefbau- sowie Energieversorgungsprojekten. Insbesondere die Erschließung von Baugebieten sowie die Errichtung und der Betrieb der hierfür erforderlichen Anlagen und umweltschonenden Heizzentralen sind Bestandteil.
Die Hellenstein Gastronomie und Wellness GmbH wurde im Geschäftsjahr 2009 von der Stadtwerke Heidenheim AG gegründet, welche 100 % der Geschäftsanteile hält. Die GmbH betreut die Bereiche Wellness und Gastronomie im Heidenheimer Hellensteinbad Aquarena.
Die Hellenstein SolarWind GmbH wurde im August 2011 von der Stadtwerke Heidenheim Wärmeservice GmbH gegründet und gehört dieser zu 100 %. Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung der Heidenheimer Bevölkerung und der Bürger aus anderen Gemeinden mit Elektrizität aus erneuerbarer Energie, sowie die Planung, die Finanzierung, die Errichtung, der Betrieb und die Verwaltung von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung.
Die SolarWind Projekte GmbH wurde im November 2012 von der Hellenstein SolarWind GmbH gegründet, die 100 Prozent der Geschäftsanteile hält. Gegenstand des Unternehmens ist der Vorantrieb regenerativer Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Hierbei fokussiert sich die Gesellschaft vor allem auf Wind- und Solarenergie.
Die 24/7 Energie & Kommunikation GmbH, eine 100-%-ige Tochter der Stadtwerke Heidenheim regio GmbH, wurde im März 2011 gegründet. 2011 startete sie mit Strom- und Gasprodukten für Haushalts- und Gewerbekunden in den bundesweiten Online-Vertrieb.
Zum 30. September 2013 übernahm die Stadtwerke Heidenheim Wärmeservice GmbH von der Voith Dienstleistungen und Grundstücks GmbH & Co. KG (ein Unternehmen der Voith GmbH) sämtliche Gesellschaftsanteile an der IWPV Industrie-Wärmeverbund Heidenheim GmbH. Das City-Wärmenetz nimmt die Stadtwerke Heidenheim AG – Unternehmensgruppe in den erfahrenen Netzbetrieb mit auf und versorgt hierüber im Rahmen der bestehenden Lieferverträge die Kunden in Heidenheim weiterhin mit umweltschonender Heizenergie.
Dieter Brünner ist seit 2001 Vorstand der Stadtwerke Heidenheim AG. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Oberbürgermeister der Stadt Heidenheim, Bernhard Ilg.

Hermann Bonnus

Hermann Bonnus (eigentlich: Hermann von Bunne(n), nach dem Ort Bunnen bei Löningen als Bonnus latinisiert, woher die Familie seines Vaters stammte, * 1504 in Quakenbrück; † 12. Februar 1548 in Lübeck) war ein deutscher Reformator und erster Superintendent von Lübeck.

Hermann Bonnus studierte ab 1523 in Wittenberg, anschließend in Greifswald. 1528 wurde er Erzieher des siebenjährigen dänischen Prinzen Johann in Kopenhagen und Gottorf und verfasste in dieser Zeit eine lateinisch-niederdeutsche Grammatik. Sodann wurde Lehrer an der Stadtschule in Treptow an der Rega, wo er Johannes Bugenhagen kennenlernte.
Nach Einführung der Reformation in der Hansestadt Lübeck 1531 wurde er durch Vermittlung Bugenhagens zum ersten Rektor der in den Räumen des Franziskanerklosters St. Katharinen neu gegründeten Lateinschule, des Katharineums, bestellt. Kurz darauf übertrug ihm der Rat der Stadt das neue Amt des „Superattendenten“ (Superintendenten) der Stadt Lübeck. In den Jahren 1532/33 war er an der Lübecker Übersetzung von Luthers Bibel ins Niederdeutsche, der Lübecker Bibel (1533/34) beteiligt.
In den politischen Wirren der kommenden Jahre bis 1535 vertrat Bonnus gegenüber dem Rat und dem Bürgermeister Jürgen Wullenwever einen kritischen Standpunkt und stellte das Wächteramt der Kirche, vertreten durch das Geistliche Ministerium, gegenüber den Politikern heraus. Bonnus förderte die Zusammenarbeit der Geistlichen Ministerien von Lübeck, Hamburg und Lüneburg im sogenannten Ministerium Tripolitanum und beschleunigte dadurch die Herausbildung eines lutherisch-konfessionellen Kirchenwesens in den norddeutschen Städten.
Im Jahre 1543 schuf Bonnus auf Bitten des Rates der Stadt Osnabrück und mit Einverständnis des Bischofs Franz von Waldeck eine reformatorische Kirchenordnung für die Stadt und das Hochstift Osnabrück mit Einschluss der Ämter Cloppenburg und Vechta. Deren Bevölkerung war so von 1543 bis 1613 in der 70-jährigen Phase der katholischerseits so genannten „Verblendung“ evangelisch, ab 1613 wieder katholisch. Die „Kerckenordnung vor de landkercken des stiftes Osenbrugge“ lehnte sich an die Stadtkirchenordnung an, war aber kein Auszug davon und trug den Titel: „Ordinatio magistri Hermanni Bonni… Exercitium quotidianum in sacris scripturis et psalmis cantandis pro ecclesiis collegiatis‘ ubi praedicatur evangelium, als dar is Quakenbrugge und anders mer. Anno 1543.“ Dort wurden auch der Gottesdienst und die Feiertage geregelt, von denen 13 Aposteltage blieben. Mariä Himmelfahrt entfiel als nicht schriftgemäß.
Hermann Bonnus war ein Praktiker, der vielfältige Werke schuf: einen Katechismus, eine Bearbeitung des Rostocker Gesangbuchs, die ab 1545 als Gesangbuch der Lübecker Kirche verwendet wurde, die „Farrago“, eine Anthologie von Lebensbildern der Apostel, Heiligen und Märtyrer, ein lateinisches Lehrbuch, eine Chronik und exegetische Vorlesungen. Sein Choral „Och wy armen sünder“ ist bis heute durch das Evangelische Gesangbuch verbreitet.
Als er 1548 starb, hinterließ er seine schwangere Frau Katharina und die sechs Kinder unter der Obhut des Bürgermeisters Anton von Stiten. Sein Sohn Arnold wurde 1594 Lübecker Bürgermeister.
An Hermann Bonnus erinnert in Lübeck ein schlichtes hölzernes Epitaph. Bis 1790 hing das Epitaph an der südöstlichen Wand der Marientidenkapelle über seiner Grabstätte in der Marienkirche. Ende des 19. Jahrhunderts war in der Bürgermeisterkapelle noch die 1,26 m hohe und 2,64 m breite einfache schwarze Gedenktafel vorhanden, auf der ein oben in der Mitte aufgelegter Leistenrahmen von 40 cm Höhe und 50 cm Breite ein im Auftrage des Rates gemaltes und heute Hans Kemmer zugeschriebenes Porträt des Verstorbenen auf dem Totenbett umschloß. Eine wohl gleichzeitige, 38 cm hohe und 55 cm breite Replik des verlorenen Originals befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Lübecker Stadtbibliothek. Unter dem inneren Rahmen steht das Todesdatum, während links und rechts je fünf die Verdienste des Verstorbenen rühmende Distichen aufgemalt sind. Um 1917 wurde das Bild aus der Stadtbibliothek in den Rahmen eingefügt. Das Epitaph überstand (in der Bürgermeisterkapelle?) den Brand der Kirche beim Luftangriff auf Lübeck 1942 und kam nach 1945 in das Magazin des St.-Annen-Museums.
Bonnus vermachte seiner Geburtsstadt Quakenbrück seine Bibel mit handschriftlichen Eintragungen, die in der Stadt aufbewahrt wird.
2004 gedachte die Stadt Lübeck mit einer Ausstellung und Veranstaltungsreihe seines 500. Geburtstages.
2007 feierte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Bersenbrück (Landkreis Osnabrück) den 100. Geburtstag ihrer Bonnus-Kirche, die ihren Namen von Hermann Bonnus hat.

Riesenberg (Adelsgeschlecht)

Die Herren von Riesenberg (tschechisch z Ryzmberka, bzw. z Riesenberka), waren ein bedeutendes katholisches Adelsgeschlecht in Böhmen.

Den Beinamen erhielten sie durch das Eigentum der Burg Riesenberg bei Neugedein. Den Hauptzweig bildeten die Herren Schwihau von Riesenberg, von denen sich später die Herren von Dolan und Puta abspalteten.
Während der Hussitenkriege kämpften Wilhelm von Riesenberg und Johann von Rabí an der Seite des katholischen Adels und des Königs Sigismund. Dafür wurde Wilhelm mit der Mitgliedschaft im katholischen Pilsner Landfried belohnt. Riesenberger unternahmen immer wieder Beutezüge gegen die mit den Hussiten sympathisierenden Herren von Klattau (z Klatova). 1424 vergalten die Hussiten unter Führung des Hauptmanns Johann Bzdinka und Bohuslav von Schwanberg die Angriffe der Riesenberger und überfielen mit 8000 Mann und 1000 Reitern die Feste von Schwihau. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde den Riesenbergern das Vermögen wieder zurückgegeben. Die Riesenberger bemächtigten sich weiterer Ländereien und Höfe, darunter Burg Rabí, Fels (Skála), Riesenberg (Rýzmberk) und eine Zeit lang auch Karlsberg mit dem Recht, Gold zu schürfen. Weiter gehörten ihnen Raudnitz und das Fürstentum Kozel in Mährisch Schlesien. Neben den Rosenbergern und Pernsteinern zählten sie zu den reichsten Adelsfamilien Böhmens.
In der Schlacht von Lipan schloss sich Johann von Schwihan wiederum den katholischen Heeren an.
(tschechisch z Výrova, Mehrzahl Výrkové,später Úsilovští)
Die Drslavici ließen sich am Handelsweg von Bayern nach Pilsen nieder und erbauten hier im 13. Jahrhundert, zu einem Zeitpunkt als Přemysl Ottokar II. Krieg gegen die Bayern führte, die Burg Riesenberg. Dieser Ahnenast hatte sich insgesamt etwa 90 mal weiterverzweigt. Aus ihm entstanden später die Adelsfamilien von Riesenberg, später die von Schwihau und Riesenberg. Alle Familien verband ein gleiches Wappen: Zweigeteiltes Schild, dessen linke Hälfte drei waagrechte Balken teilen. Ende des 12. Jahrhunderts übten drei Brüder Černín, Břetislav und Drslav hohe Ämter am königlichen Hof aus. Für Ihre Dienste erhielten sie von Přemysl Ottokar I. umfangreiche Lehen im Südwesten Böhmens.
(tschechisch Švihovský z Rýzmberka)

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Malý Šariš

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Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Malý Šariš enthält die drei nach slowakischen Denkmalschutzvorschriften geschützten Objekte in der Gemeinde Malý Šariš im Okres Prešov.

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:
Abranovce | Bajerov | Bertotovce | Brestov | Bretejovce | Brežany | Bzenov | Čelovce | Červenica | Demjata | Drienov | Drienovská Nová Ves | Dulova Ves | Fintice | Fričovce | Fulianka | Geraltov | Gregorovce | Haniska | Hendrichovce | Hermanovce | Hrabkov | Chmeľov | Chmeľovec | Chmiňany | Chminianska Nová Ves  | Chminianske Jakubovany | Janov | Janovík | Kapušany | Kendice | Klenov | Kojatice | Kokošovce | Krížovany | Kvačany | Lada | Lažany | Lemešany | Lesíček | Ličartovce | Lipníky | Lipovce | Lúčina | Ľubotice | Ľubovec | Malý Slivník | Malý Šariš | Medzany | Miklušovce | Mirkovce | Mošurov | Nemcovce | Okružná | Ondrašovce | Ovčie | Petrovany | Podhorany | Podhradík | Prešov/Nižná Šebastová | Prešov A–F | Prešov H | Prešov J–Z | Prešov/Solivar | Proč | Pušovce | Radatice | Rokycany | Ruská Nová Ves | Sedlice | Seniakovce | Suchá Dolina | Svinia | Šarišská Poruba | Šarišská Trstená | Šarišské Bohdanovce | Šindliar | Široké | Štefanovce | Teriakovce | Terňa | Trnkov | Tuhrina | Tulčík | Varhaňovce | Veľký Slivník | Veľký Šariš | Víťaz | Vyšná Šebastová | Záborské | Záhradné | Zlatá Baňa | Žehňa | Žipov | Župčany