Ex Machina (Film)

Ex Machina ist ein britischer Spielfilm von Alex Garland aus dem Jahr 2015, der am 21. Januar 2015 in die britischen Kinos kam und ab dem 23. April 2015 in den deutschen Kinos gezeigt wurde.

Der junge Programmierer Caleb, der für den Anbieter einer marktbeherrschenden Internet-Suchmaschine tätig ist, erhält durch ein firmeninternes Gewinnspiel die Einladung zu einem Treffen mit dem von ihm bewunderten, ebenso reichen wie exzentrischen Firmengründer Nathan.
Zu seiner Überraschung befindet sich dessen Anwesen inmitten einer abgeschiedenen, nur per Helikopter erreichbaren Naturlandschaft. Dort hält sich neben Nathan nur seine junge, japanische Gesellschafterin Kyoko auf. Nathan eröffnet dem noch immer überraschten Caleb, dass er auf seinem Anwesen geheime Forschungen über künstliche Intelligenz betreibe, und bietet ihm die Möglichkeit zur Mitarbeit an. Caleb soll sein Studienobjekt, den weiblichen Androiden Ava, einem einwöchigen Test unterziehen, um festzustellen, ob Ava ein dem Menschen gleichwertiges Denkvermögen hat.
Caleb willigt ein. Von Nathan durch Überwachungskameras beobachtet, führt er eine Reihe von Gesprächen mit Ava, die sich in einem durch Panzerglas abgeschirmten Wohnbereich befindet. Durch ihre sanfte und intelligente Gesprächsführung gelingt es ihr, Caleb von ihrer Individualität zu überzeugen und eine emotionale Beziehung zu ihm aufzubauen. Konfrontiert mit ihrem bevorstehenden „Tod“ durch Reprogrammierung beschließt er, die Sicherheitssysteme des Anwesens zu deaktivieren und mit Ava gemeinsam zu fliehen.
An dieser Stelle offenbart ihm Nathan, dass für ihn Caleb das eigentliche Testobjekt seiner Studie war. Er wollte herausfinden, ob es der „Maschine“ Ava gelingen konnte, ihn so weit zu beeinflussen, dass er den „Menschen“ Nathan hintergeht. Als Ava dennoch die Flucht aus ihrem Wohnbereich gelingt, versucht Nathan, sie gewaltsam zu deaktivieren.
Mit Hilfe von Kyoko, die sich ebenfalls als weiblicher Android erweist, verteidigt sie sich jedoch erfolgreich und verlässt das Anwesen allein, Caleb und den tödlich verwundeten Nathan zurücklassend. Caleb kann mangels korrekter Key-Card den Raum, in dem er sich befindet, ohne Avas Hilfe nicht verlassen. Er verbleibt verzweifelt im Anwesen. Anschließend nimmt Ava Calebs Platz in dem für seine Abreise bereitstehenden Helikopter ein und erfüllt sich so ihre zuvor geäußerte Sehnsucht nach einem Leben unter Menschen.
Mit Ex Machina gab der bisherige Drehbuchautor Alex Garland sein Regiedebut.
Das Budget für den Film lag bei ca. 11 Millionen Euro. Gedreht wurde an verschiedenen Orten in Norwegen und London. Die Studioaufnahmen wurden in den Pinewood Studios Iver Heath realisiert.
Der britische Kinostart war am 21. Januar 2015. Bis Anfang Mai 2015 hat der Film über 21 Millionen US-Dollar eingespielt.
Bei dem Test, den Caleb an Ava durchführen soll, handelt es sich um einen erweiterten Turing-Test.
Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken. Bei Rotten Tomatoes sind 91 % der Kritiken positiv bei insgesamt 169 Kritiken; die durchschnittliche Bewertung beträgt 8,1/10. Bei Metacritic erhält der Film eine Bewertung von 78/100, basierend auf 42 Rezensionen.
Der Filmdienst bezeichnete den Film als „meisterlich inszenierte[n] Science-Fiction-Film“. Dabei würden sowohl die „kühle und strenge Gestaltung“ als auch die „elegante Kameraarbeit“ überzeugen.
Der epd Film urteilte hingegen, das Potenzial der Geschichte werde nicht ausgereizt. Zu „hochtrabend“ seien die „Anspielungen an Wittgenstein, Oppenheimer oder Noam Chomsky“, zudem würde der Film der Frage nach der „Konstruktion von Weiblichkeit und Gender-Identitäten“ zu wenig nachgehen.
Kino Kino, das Filmmagazin im Bayerischen Fernsehen, bezeichnet Alex Garlands Regiedebüt als intelligente Science-Fiction, ein beunruhigendes Kammerspiel, über weite Strecken kühl und intellektuell wie Stanley Kubricks Filme. „‚Ex Machina‘ dreht sich um das Streben nach Perfektion und den Wert der Menschlichkeit. Dazu lässt der Regisseur drei Figuren in einer abgeschiedenen Luxusvilla aufeinander treffen. Oscar Isaac als Internet-Milliardär, Domhnall Gleeson als Programmier-Experte und Alicia Vikander als Ava. Wie Garland die klaustrophobische Stimmung nutzt (die auch schon bei seinen Drehbüchern zu Dredd, The Beach, 28 Days Later oder Sunshine ein wichtiger Bestandteil war) und das Drama präzise und gnadenlos entfaltet, zeigt, dass er als Regisseur ebenso wie als Drehbuchautor eine der wichtigsten Stimmen im aktuellen britischen Kino ist.“