Riesenberg (Adelsgeschlecht)

Die Herren von Riesenberg (tschechisch z Ryzmberka, bzw. z Riesenberka), waren ein bedeutendes katholisches Adelsgeschlecht in Böhmen.

Den Beinamen erhielten sie durch das Eigentum der Burg Riesenberg bei Neugedein. Den Hauptzweig bildeten die Herren Schwihau von Riesenberg, von denen sich später die Herren von Dolan und Puta abspalteten.
Während der Hussitenkriege kämpften Wilhelm von Riesenberg und Johann von Rabí an der Seite des katholischen Adels und des Königs Sigismund. Dafür wurde Wilhelm mit der Mitgliedschaft im katholischen Pilsner Landfried belohnt. Riesenberger unternahmen immer wieder Beutezüge gegen die mit den Hussiten sympathisierenden Herren von Klattau (z Klatova). 1424 vergalten die Hussiten unter Führung des Hauptmanns Johann Bzdinka und Bohuslav von Schwanberg die Angriffe der Riesenberger und überfielen mit 8000 Mann und 1000 Reitern die Feste von Schwihau. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde den Riesenbergern das Vermögen wieder zurückgegeben. Die Riesenberger bemächtigten sich weiterer Ländereien und Höfe, darunter Burg Rabí, Fels (Skála), Riesenberg (Rýzmberk) und eine Zeit lang auch Karlsberg mit dem Recht, Gold zu schürfen. Weiter gehörten ihnen Raudnitz und das Fürstentum Kozel in Mährisch Schlesien. Neben den Rosenbergern und Pernsteinern zählten sie zu den reichsten Adelsfamilien Böhmens.
In der Schlacht von Lipan schloss sich Johann von Schwihan wiederum den katholischen Heeren an.
(tschechisch z Výrova, Mehrzahl Výrkové,später Úsilovští)
Die Drslavici ließen sich am Handelsweg von Bayern nach Pilsen nieder und erbauten hier im 13. Jahrhundert, zu einem Zeitpunkt als Přemysl Ottokar II. Krieg gegen die Bayern führte, die Burg Riesenberg. Dieser Ahnenast hatte sich insgesamt etwa 90 mal weiterverzweigt. Aus ihm entstanden später die Adelsfamilien von Riesenberg, später die von Schwihau und Riesenberg. Alle Familien verband ein gleiches Wappen: Zweigeteiltes Schild, dessen linke Hälfte drei waagrechte Balken teilen. Ende des 12. Jahrhunderts übten drei Brüder Černín, Břetislav und Drslav hohe Ämter am königlichen Hof aus. Für Ihre Dienste erhielten sie von Přemysl Ottokar I. umfangreiche Lehen im Südwesten Böhmens.
(tschechisch Švihovský z Rýzmberka)