Maurice Couette

Maurice Marie Alfred Couette (* 9. Januar 1858 in Tours; † 18. August 1943 in Angers) war ein französischer Physiker, bekannt für seine Arbeiten zur Rheologie.
Couette war der Sohn eines Kleiderhändlers in Tours. Er studierte in Tours und Angers und erhielt 1877 und 1879 Bachelor-Abschlüsse in Physik und Mathematik (ausgegeben von der Faculté de Science in Poitiers). Nach einjährigem Militärdienst und kurzer Zeit als Lehrer ging er 1881 nach Paris, wo er an der Sorbonne Mathematik und Physik studierte, mit dem Ziel, Lehrer zu werden (Aggregation). Danach arbeitete er als Physiklehrer in Arcueil und Paris (Ecole Sainte-Geneviève). An der Sorbonne studierte er bei dem Theoretiker Joseph Boussinesq (bekannt für Arbeiten in der Kontinuumsmechanik) und war ab 1887 im Physik-Labor des Experimentalphysikers und späteren Nobelpreisträgers Gabriel Lippmann , bei dem er 1890 über Reibung in Flüssigkeiten promovierte (Etude sur le frottement des liquides, Gauthiers-Villars 1890). Er wurde dann Professor an der Katholischen Universität in Angers (heute Université Catholique de l´Ouest). Da die Professur aber schlecht bezahlt wurde, musste er nebenbei an Schulen als Examinator und Lehrer arbeiten, wie schon während seines Studiums. 1933 emeritierte er.
Er baute ein zylindrisches Viskosimeter für Flüssigkeiten und bestimmte die Viskosität von Wasser und Luft mit bemerkenswerter Genauigkeit. Die sich zwischen gegensätzlich rotierenden Zylinderscheiben ausbildende Strömungsform wird Couette-Strömung (oder Taylor-Couette-Strömung) genannt. Beide Entwicklungen stammten noch aus seiner Dissertation. Er untersuchte aber nicht nur die Stabilität von Flüssigkeiten zwischen rotierenden Zylindern, sondern auch anderer Strömungsformen (z.B. oszillierende Körper, Flüsse in Rohren) und untersuchte den Übergang zur Turbulenz und den Einfluss von Wandreibung. Er ist auch für eine nach ihm benannte Korrektionsmethode für Endeffekte in Kapillarströmungen bekannt (1890).
Er beschäftigte sich auch mit der Osmose in Batterien und veröffentlichte zahlreiche Aufsätze in der Zeitschrift La Science Catholique. Er war Mitglied der französischen physikalischen Gesellschaft.
Ein seit 1993 bestehender Preis der französischen rheologischen Gesellschaft (GFR) wird nach ihm benannt.
Er war seit 1886 verheiratet und hatte acht Kinder, von denen fünf das Erwachsenenalter erreichten.
Biographie, englisch, von Jean-Michel Piau und Monique Piau, pdf Datei, mit der Abbildung seines Apparats, der an der Katholischen Universität in Angers erhalten ist.

Laodike (Gattin des Perseus)

Laodike († um 150 v. Chr.) war eine Tochter des Seleukidenherrschers Seleukos IV. und dessen ebenfalls Laodike genannter Gattin sowie Schwester des Demetrios I. Soter. Seleukos IV. verheiratete seine Tochter Laodike 178 v. Chr. mit Perseus, dem letzten König von Makedonien. Dorthin geleiteten sie die Rhodier mit prächtigen Schiffen zur Hochzeit. Aber Eumenes II. von Pergamon stellte diese Vermählung und das dazugehörige Geleit der Rhodier dem Senat als eine gegen Rom gerichtete Aktion dar (172 v. Chr.). Nach dem Tod ihres Gatten dürfte Laodike in ihre Heimat zurückgegangen sein. Ariarathes V. von Kappadokien lehnte um 160 v. Chr. das Angebot des Demetrios I. Soter ab, Laodike mit ihm zu vermählen. Womöglich heiratete Demetrios I. nun selbst seine Schwester. Jedenfalls ließ er Abbildungen von seinem und Laodikes Kopf auf Münzen prägen, auch auf solchen des von ihm besiegten Timarchos. Als Demetrios I. gestorben war, wurden dessen Vertraute, auch Laodike, vom Reichsverweser Ammonios getötet, um dem neuen König freie Hand in der Herrschaft zu lassen.

Alick Buchanan-Smith, Baron Balerno

Alick Drummond Buchanan-Smith, Baron Balerno, of Currie in the County of Midlothian CBE JP DL (* 9. Oktober 1898; † 28. Juli 1984) war ein britischer Offizier der Territorialarmee der British Army, der 1963 als Life Peer aufgrund des Life Peerages Act 1958 Mitglied des House of Lords wurde.
Buchanan-Smith war ein Sohn des anglikanischen Geistlichen Sir George Adam Smith, der unter anderem Prinzipal der University of Aberdeen war, und leistete zunächst während des Ersten Weltkrieges seinen Militärdienst zwischen 1916 und 1918 bei den The Gordon Highlanders. Im Anschluss verblieb er im Militärdienst und war nach 1936 nacheinander Commanding Officer des 5., 7. und 9. Bataillon der Gordon Highlanders, ehe er während des Zweiten Weltkrieges zwischen 1942 und 1945 als Brigadegeneral im Kriegsministerium (War Office) als Direktor für Personalauswahl zuständig war. Nach Kriegsende war er zwischen 1945 und 1953 Commanding Officer des Offiziersausbildungskorps des Truppenkontingentes der Territorialarmee der British Army an der University of Edinburgh und danach in den Ruhestand.
Buchanan-Smith, der zeitweilig auch Friedensrichter (Justice of the Peace) sowie Deputy Lieutenant von Midlothian war, wurde 1958 Ehrenoberst des 5./6. Bataillon sowie 1961 auch Ehrenoberst des 3. Bataillon der Gordon Highlanders. Ferner war er von 1960 bis 1963 stellvertretender Vorsitzender der Unionist Party von Schottland und wurde auch Kommandeur des Order of the British Empire.
Zuletzt wurde Buchanan-Smith durch ein Letters Patent vom 9. Juli 1963 als Life Peer mit dem Titel Baron Balerno, of Currie in the County of Midlothian in den Adelsstand erhoben und war somit bis zu seinem Tod Mitglied des House of Lords. Sein Sohn Alick Buchanan-Smith war ein Politiker der Conservative Party, der von 1964 bis zu dessen Tod 1991 Abgeordneter des House of Commons war sowie mehrere Juniorminister-Ämter bekleidete.

Al Chouf Zedern-Nationalpark

IUCN-Kategorie II − National Park
Der Berg Barouk.
Al Shouf Cedar Nature Reserve (arabisch محمية أرز الشوف الطبيعية, DMG Maḥmīyat Arz aš-Šūf aṭ-ṭabīʿiyya) ist ein Naturreservat im Distrikt Chouf des Libanon. Es liegt an den Hängen des Berges Barouk (arabisch الباروك, DMG al-Bārūk) und umfasst ein Gebiet von 550 km², beinahe 5,3 % des Territoriums des Libanon. Der Park wird unter anderen von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und der Swiss Agency for Development and Cooperation unterstützt und 2005 in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommen.
Das Reservat schützt die alten Haine von Libanon-Zedern in Barouk, Maaser el Shouf (arabisch معاصر الشوف, DMG Maʿāṣir aš-Šūf), Ain Zhalta (arabisch عين زحلتا, DMG ʿAin Zaḥaltā) und Bmohray (arabisch بمحراي). Es ist ein Important Bird Area (IBA). Im Reservat soll Ökotourismus gefördert werden. 32 Arten von Säugetieren, 200 Vogelarten und über 500 Pflanzenarten wurden beobachtet. Gründer des Reservats ist Walid Dschumblat.

Das Barouk-Gebirge besteht aus Ablagerungen des Pliozän die durch enorme plattentektonische Prozesse aufgefaltet wurden. Der Libanon besteht aus zwei parallelen Gebirgszügen: Anti-Libanon im Osten, und der eigentliche Libanon im Westen, näher an der Küste des Levantischen Meeres. Die beiden Gebirgszüge werden von der Bekaa-Ebene getrennt, ein Tal, welches durch geologisch junge Ablagerungen verfüllt wurde. Wichtigste Gesteinsart sind Kalksteine. Der komplette Barouk ist verkarstet mit häufigen Dolinen und Höhlen. Eine bekannte Höhle liegt in der Nähe des Dorfes Niha. Diese Höhle ist auf ca. 700 m zugänglich.
Das Gebirge steigt bis auf eine Höhe von 1980 m über dem Meer an (bei Dahr El Baidar). Die Berghänge werden auf der Ostseite des Gebirges zunehmend flacher, während sie auf der Westseite beständig an Steilheit zunehmen. Der Gebirgskamm verschmälert sich, je weiter man nach Süden kommt.
Die Böden gehören zu den Mediterranen Rot- und Braunerden, die sich auf harten Kalkuntergründen herausbilden. Die Gesteine gehören zu den Jura-Formationen des Bathonium, Callovium, Oxfordium bis hin zum Kimmeridgium. Der Gesteinsanteil liegt bei 80-90 %. Die Böden befinden sich in einem Gleichgewicht, da sie sehr durchlässig sind, viele kalkhaltige Elemente enthalten und eine gesunde Vegetationsdecke aufweisen. Daher sind sie kaum erosionsgefährdet.
Durch aufsteigende Winde vom Meer und Steigungsregen kommt es auf der Westseite des Gebirges zu relativ viel Niederschlag. Schneefall ereignet sich meist nur in den höheren Gebirgslagen und verschwindet meistens schon nach wenigen Tagen wieder, spätestens bis zum Ende der Regenzeit. Aufgrund der Karststruktur des Gebirges dringt der größte Teil des Wassers schnell in den Untergrund ein, obwohl die Böden relativ flach sind und nicht viel Wasser aufnehmen können. Grundwasser speist die zahlreichen ergiebigen Quellen an den unteren Hängen das Gebirges. Die meisten davon führen auch in der trockenen Jahreszeit von April bis November Wasser und speisen die großen Flüsse der Region:
Die Flüsse sind die Hauptquellen für landwirtschaftliche Bewässerung und bilden die Wasserversorgung für mehrere Dörfer des Chouf und einige der Dörfer in der westlichen Bekaa-Ebene. Sie bewässern auch den Aammiq-Sumpf arabisch آمق in der Bekaa-Ebene.
Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 1200 mm, die mittlere Jahrestemperatur bei 11.3 C. Die mittlere Tagestemperatur liegt bei 23.4 C im August, während im Januar Werte von -0.6 C verzeichnet werden. Die absolute Temperaturskala liegt zwischen -10.8 C im Januar und 32.3 C im August. Die mittlere relative Luftfeuchte liegt bei 65 %, wobei anzumerken ist, dass die Osthänge trockener sind. Es gibt 50 bis 55 Tage Schneefall jährlich laut den Angaben des Ministeriums für Arbeit und Transport.
Die Flora des Gebietes wurde teilweise in der Flora of Lebanon von Paul Mouterde SJ 1966, 1970 und 1983 beschrieben. In neuerer Zeit hatte das Umweltministerium (Protected Areas Project) Georges Tohmé 1999 vom National Council for Scientific Research (NCSR) mit Untersuchungen beauftragt. 2002 wurden einige Ergebnisse davon veröffentlicht. Man hat 500 verschiedene Pflanzenarten aus 61 Familien gezählt. Davon sind 25 Arten international und national gefährdet, 48 endemisch im Libanon oder in Libanon und Syrien oder Libanon und Türkei. 214 Arten gehören zum Ost-Mediterranen Naturraum, beziehungsweise zum Naturraum Mittlerer Osten.
24 Baumarten wurden gezählt und der offizielle Auftrag des Reservats besteht darin, die letzten natürlichen Vorkommen der Libanon-Zeder zu schützen und zur Wiederaufforstung beizutragen. Neben der Libanon-Zeder sind folgende Arten bestandsbildend: Zypern-Eiche (Quercus infectoria), Brants Eiche (Quercus brantii), Kermes-Eiche (Quercus calliprinos), Kalabrische Kiefer (Pinus brutia), Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis), Pinie (Pinus pinea), Griechischer Wacholder (Juniperus excelca), Syrischer Wacholder (Arceuthos drupacea).
Kermes-Eiche
Kalabrische Kiefer
Aleppo-Kiefer
Pinie bzw. Italienische Steinkiefer
Wildschwein
Syrischer Steinbock
Wildziege
Wolf
Karakal
Goldschakal
Persischer Damhirsch
Zwei Vogelarten wurden zu Jagdzwecken eingeführt: Steinhuhn (Alectoris graeca) und Fasan (Phasianus colchicus). Die wichtigsten Groß-Greifvögel sind: Gänsegeier (Gyps fulvus) und Steinadler (Aquila chrysaetos).
Chukarhuhn
Fasan
Die Unterart des Eichelhähers Garrulus glandarius atricapillus in Israel
Amselhahn
Turmfalke
Steinadler
Distelfink
Adler-Porträt
Palestinaviper
Chameleon
Landschildkröte
Johannisechse
Erdkröte
Wechselkröte
Kleinasiatischer Feuersalamander
Laubfrosch
Die Zedernwälder des Libanon haben Geschichte, denn sie gehören zu den ältesten dokumentierten Wälder der Welt. Die Zedern wurden schon in der Zeit der Sumerer im dritten Jahrtausend vor Christus beschrieben und im Gilgamesch-Epos spielen die Zedern eine tragende Rolle.
Das verworrene System verschiedenster Kulturen, Religionen und weltpolitischer Ereignisse hat das kulturelle Erbe des Chouf bestimmt. Kulturell ist das Gebiet mindestens so reich wie in Bezug auf seine Naturschätze.

Lünten

52.16.858055555555650Koordinaten: 52° 6′ 0″ N, 6° 51′ 29″ O
Lünten ist ein Kirchdorf von Vreden im westfälischen Westmünsterland (Nordrhein-Westfalen) und hat ca. 1250 Einwohner.

Das Kirchdorf Lünten liegt nahe der niederländischen Grenze, rund 8 km nördlich von Vreden.
Der jetzige Siedlungskern entstand 1756 mit dem Bau der ersten Kapelle. 1895 waren um diese einige Häuser errichtet worden. Am Standort der ehemaligen Kapelle steht heute ein Kriegerehrenmal. Im Jahr 1906 wurde die Kapelle abgerissen und es wurde eine neue Kirche errichtet. Danach entwickelte sich Lünten allmählich zum Dorf. Als die neue Kirche 1964 zu klein wurde, erweiterte man diese um zwei Seitenschiffe. Durch die ständige Ausweisung von Neubaugebieten erweitert und entwickelt sich Lünten immer mehr.
Neben der Kirche gehören die alte Mühle und der neu gestaltete Dorfkern samt Dorfbrunnen zu den Sehenswürdigkeiten von Lünten. Des Weiteren befinden sich die Naturschutzgebiete Lüntener Fischteich und Schwattet Gatt, die die typischen Heide- und Moorlandschaften des Münsterlandes beherbergen, ganz oder teilweise in Lünten.
Kirchdörfer:  Ammeloe | Ellewick-Crosewick | Lünten | Wennewick-Oldenkott | Zwillbrock Bauerschaften:  Doemern | Gaxel | Großemast | Kleinemast | Köckelwick

Williams %R

Der William’s Prozent Range, kurz auch William’s %R, ist ein Indikator der technischen Analyse im Aktienhandel. Dieser Index wurde 1966 von Larry Williams entwickelt, um überkaufte und überverkaufte Situationen anzuzeigen.

Die Berechnung erfolgt mit der Formel
wobei für C der Schlusskurs, für H der Höchstkurs der letzten x Tage, für L der Tiefkurs der letzten x Tage eingesetzt wird. Empfohlen wird die Verwendung der Werte der letzten 14 Tage, es können jedoch auch kleinere Zeitfenster gewählt werden.
Das Ergebnis befindet sich zwischen 0 und -100. Die Nähe zu 0 gibt an, dass die Märkte überkauft sind (Werte zwischen 0 und -20). Durch die Wende des Signals nach unten entsteht ein Verkaufssignal. Werte zwischen -80 und -100 zeigen überverkaufte Situationen an. Durch die Wende des Indikators nach oben entsteht ein Kaufsignal.
Der William’s Prozent Range gehört zu den Oszillatoren und soll eine entsprechende Kehrtwende im Trend der Kursentwicklung anzeigen. Dabei ist zu beachten, dass ein Erreichen des „Überkauft“- bzw. „Überverkauft“-Bereichs nicht ein sofortiges Handeln anzeigt, da sich der Kurs (einer Aktie oder eines anderen Basiswerts) noch für längere Zeit auf diesem Kurshoch oder Kurstief bewegen kann. Es wird in der Regel empfohlen, eine Anpassung der Future-Kurse abzuwarten, bevor eine Handlung gesetzt wird.
Je kürzer der Anwendungszeitraum für den William’s %R, desto volatiler und folglich wenig aussagekräftiger sind die Ergebnisse.
Der William’s %R gilt als sehr flexibel und kann in allen Märkten und mit allen Zeitvarianten der Charttechnik eingesetzt werden. Vor allem Seitwärtsbewegungen von Kursen können gut analysiert werden.
Aufgrund der stochastischen Prozesse in den Märkten und der Arbeit von Louis Bachelier zu diesem Thema, ist die Beachtung von historischen Werten zur Prognose von zukünftigen Entwicklungen sehr umstritten und mit Vorsicht zu genießen.
Die Random-Walk-Theorie von Bachelier und die davon abgeleitete Effizienzmarkthypothese zeigt, dass schon bei schwacher Effizienz historische Daten, auf welche die William’s %R ausschließlich zurückgreift, bereits vollständig im Kurs verarbeitet wurden und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keinen Prognosewert mehr besitzen.
Obwohl die Effizienzmarkthypothese seit mehreren Jahrzehnten kritisiert wird, vor allem durch Anomalien, wie dem Januar-Effekt, sind die meisten dieser Anomalien nach ihrem Bekanntwerden wieder verschwunden und Ähnliches muss auch beim William’s %R beachtet werden. Je mehr Marktteilnehmer nach diesem Indikator handeln, desto geringer wird die Eignung des Effekts für eine Prognose.

Themistoklis Chatzistavrou

Chrysostomos II. (griechisch Αρχιεπίσκοπος Χρυσόστομος Β΄; * 1880 in Aydın; † 9. Juni 1968), weltlicher Name Themistoklis Chatzistavrou (Θεμιστοκλής Χατζησταύρου) war Erzbischof von Athen und ganz Hellas (1962–1967).
Themistoklis wurde 1880 in Aydin (Tralleis) geboren. Im Alter von 17 Jahren versuchte er mit Freunden, am Kampf der griechischen Armee gegen die osmanische Herrschaft teilzunehmen. Er beendete das Gymnasium auf Samos und absolvierte 1902 die Theologische Hochschule auf Chalkis. Im gleichen Jahr wurde er Diakon. Ab 1906 studierte er Jura an der Universität Lausanne.
Er wurde Archidiakon in der Metropolie Smyrna. Dort nahm er aktiv am Befreiungskampf in Makedonien teil. Für seine Aktivitäten wurde er in Saloniki zu vier Jahren Haft verurteilt. Er konnte jedoch fliehen. 1908 konnte er nach einer allgemeinen Amnestie der jungtürkischen Machthaber zurückkehren. 1910 beendete er sein Studium in Lausanne.
Am 26. Dezember 1910 wurde er Bischof von Tralleis und Vikar des Metropoliten von Smyrna. Am 16. März 1913 wurde er Metropolit von Philadelphia. Er wurde in der folgenden Zeit für seine politischen Aktivitäten zum Tode verurteilt, später begnadigt.
Am 19. Februar 1922 wurde er Metropolit von Ephesos. Im selben Jahr ging er nach Griechenland und wurde am 5. Februar 1924 Metropolit von Rhodos. Am 30. August 1924 wurde er Metropolit von Veroia, wo er sich auch um die zahlreichen griechischen Flüchtlinge aus Kleinasien kümmerte. Am 7. Oktober wurde er erster Metropolit von Philippi.
1961 saß er dem 1. Allorthodoxen Versammlung von Rhodos vor. Am 14. Februar 1962 wurde er Erzbischof von Athen und ganz Hellas. Am 11. Mai 1967 wurde er auf Druck der neuen politischen Führung in Athen abgesetzt.
Am 9. Juni 1968 starb er. Er ist auf dem Ersten Athener Friedhof begraben.

Joe Anderson

Joe Anderson (* 26. März 1982 in England) ist ein britischer Schauspieler.

Die Eltern des Schauspielers waren im Filmgeschäft tätig. Anderson studierte Photokunst am Richmond upon Thames College sowie Schauspiel an der Londoner Webber Douglas Academy of Dramatic Art. Er debütierte 2004 an der Seite von Franka Potente im Horrorfilm Creep. Im Thriller Silence Becomes You – Bilder des Verrats (2005) spielte er den Kleinganoven Luke, der in das Haus der Schwestern Violet (Alicia Silverstone) und Grace (Sienna Guillory) einzieht.
Im Filmdrama Klang der Stille (2006) war Anderson neben Ed Harris und Diane Kruger als Karl van Beethoven, ein Neffe des Komponisten, zu sehen. Im britisch-indischen Filmdrama Little Box of Sweets (2006) übernahm er eine der Hauptrollen. Im Filmdrama Geliebte Jane (2007) spielte er an der Seite von Anne Hathaway und James McAvoy eine der größeren Rollen. Im Filmmusical Across the Universe (2007) spielte er die Rolle des Studenten Max Carrigan, in dessen Schwester Lucy (Evan Rachel Wood) sich Jude (Jim Sturgess) verliebt. 2012 übernahm er in der kurzlebigen ABC-Horrorserie The River die Hauptrolle des Linoln Cole und war im letzten Twilight-Film Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2 als Alistair zu sehen.
Für die dritte Staffel der NBC-Dramaserie Hannibal wird Anderson Michael Pitt als Mason Verger ersetzen, der diese Rolle zuvor spielte.

Hermann Kickton

Hermann Kickton (* 16. August 1878 in Aschersleben; † 7. September 1957 in Unkel) war ein deutscher Richter und Amateurpaläontologe.

Kickton studierte Rechtswissenschaft an der Universität Halle. Er verfasste die Schrift „Die Urzeit des Trierer Landes“, welche die Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier 1925 veröffentlichte. 1932 entdeckte er in der Braunkohlengrube Fischbach bei Horrem Fossilien der ausgestorbenen Weidenart Salix kicktoni aus der Zeit des Miozäns. Die Art wurde 1934 von Hermann Weyland wissenschaftlich beschrieben. Exponate der Salix kicktoni befinden sich im Museum Schloss Pfaffendorf Kreis Bergheim/Erft und im Haus des Waldes in Köln-Porz-Leidenhausen.
Hermann Kickton ist der Großvater von Helmut Kickton (Kirchenmusiker). Weitere Verwandtschaft besteht zu Erika Kickton (Musikwissenschaftlerin und Komponistin), Arthur Kickton (Architekt und preußischer Baubeamter) und Louis Arthur Kickton (Chemiker).
1896 wurde Kickton Corpsstudent bei Neoborussia Halle. 1949 erhielt er in Frankfurt am Main auch das Band der Saxonia.

Kelwitts Stern

Kelwitts Stern ist ein Science-Fiction-Roman von Andreas Eschbach aus dem Jahr 1999.
Auf dem fernen Planeten Jombuur lebt eine extraterrestrische Spezies, bei der es Sitte ist, jedem Neugeborenen einen Stern zu schenken, den dieser dann im Rahmen der sogenannten Orakelfahrt besucht. Dabei wird eines Tages auch unsere Sonne an den Jombuuraner Kelwitt, den Protagonisten, verschenkt. In der entsprechenden Orakelfahrt, kurz vor der Jahrtausendwende zum 21. Jahrhundert, stürzt Kelwitt aufgrund seiner Unvorsichtigkeit auf der Erde ab, wobei aus dem Frachtbehälter des Raumschiffes Samen der sogenannten „Augenöffnerblume“ entweichen.
Dabei landet Kelwitt durch eine Verkettung von Zufällen bei der Familie Mattek auf der Schwäbischen Alb, bei der er die Bräuche und Sitten der Menschheit erlebt, die ihm naturgemäß seltsam vorkommen. Allerdings verschlechtert sich sein Gesundheitszustand aufgrund der Zusammensetzung der Erdatmosphäre zusehends, weshalb er kurz vor Silvester 1999 zu dem inzwischen längst vom Geheimdienst bewachten Raumschiff muss, was dazu führt, dass er und die ihn zum Raumschiff befördernde Familie Mattek von einem Geheimdienstagenten bedroht werden.
Allerdings blühen in dem Moment überall auf der Erde die Samen der Augenöffnerblume auf und alle Menschen erkennen genau und mit einmaliger Objektivität, ohne von den eigenen Ängsten oder Zwängen beeinflusst zu werden, was sie gerade tun, wodurch der Agent die Passage freigibt und Kelwitt – mit dem Beschluss, Raumfahrer zu werden – die Erde verlässt.
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