Hermann Kickton

Hermann Kickton (* 16. August 1878 in Aschersleben; † 7. September 1957 in Unkel) war ein deutscher Richter und Amateurpaläontologe.

Kickton studierte Rechtswissenschaft an der Universität Halle. Er verfasste die Schrift „Die Urzeit des Trierer Landes“, welche die Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier 1925 veröffentlichte. 1932 entdeckte er in der Braunkohlengrube Fischbach bei Horrem Fossilien der ausgestorbenen Weidenart Salix kicktoni aus der Zeit des Miozäns. Die Art wurde 1934 von Hermann Weyland wissenschaftlich beschrieben. Exponate der Salix kicktoni befinden sich im Museum Schloss Pfaffendorf Kreis Bergheim/Erft und im Haus des Waldes in Köln-Porz-Leidenhausen.
Hermann Kickton ist der Großvater von Helmut Kickton (Kirchenmusiker). Weitere Verwandtschaft besteht zu Erika Kickton (Musikwissenschaftlerin und Komponistin), Arthur Kickton (Architekt und preußischer Baubeamter) und Louis Arthur Kickton (Chemiker).
1896 wurde Kickton Corpsstudent bei Neoborussia Halle. 1949 erhielt er in Frankfurt am Main auch das Band der Saxonia.