Grob G 115

Die Grob G 115 ist ein zweisitziges Schulflugzeug der Grob Aircraft AG aus Mindelheim in Schwaben.

Die Grob G 115 entstand in den 1980er Jahren und ist konzipiert für Pilotenauswahlschulung, Anfänger- und Fortgeschrittenenausbildung und Kunstflugausbildung und Training. Vorbild waren die nur in geringer Stückzahl gebauten Vorläufer G 110 (Erstflug 6. Februar 1982) und G 112 (Erstflug 1984). Erstere war ebenfalls ein GFK-Tiefdecker mit festem Bugradfahrgestell und Lycoming O-235-M1 Boxermotor mit 87 kW. Am 24. Juli 1982 stürzte die Maschine jedoch bei der Trudelerprobung ab, worauf der zweite Prototyp nicht fertiggestellt wurde und man die G 112 mit Klapptragflächen, reduzierter Spannweite und geändertem Seitenleitwerk projektierte

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. Die erste Maschine erhielt einen Grob 2500E Motor und die zweite einen Lycoming O-235-P1 Boxermotor mit 87 kW

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. Diese war jedoch ebenfalls nur Vorläufer zum Prototyp der erfolgreichen G 115, die gegenüber der G 112 nicht über klappbare Tragflächen und eine Schiebehaube anstelle der Kabinentüren verfügte.

Der Erstflug der G 115 erfolgte am 15. November 1985, erhielt im März 1987 seine Zulassung und wurde Ende 1988 nach FAR Part 23 zertifiziert. Bis März 2006 wurden ca. 360 Exemplare (81 G 115, 19 G 115A, 3 G 115B) gefertigt.

Die erste Serienversion hatte gegenüber dem Prototyp ein tiefer gelegtes Höhenleitwerk und verkleidete Räder, war jedoch mit dem Lycoming O-235-H2C Boxermotor mit 85 kW und Zweiblattpropeller untermotorisiert. Die ab 1989 ausgelieferte G 115A erhielt Verstellpropeller, die ab 1988 lieferbare G 115B den stärkeren Lycoming O-320-D2A Motor mit 111 kW. Zu dieser Zeit wurde auch die viersitzige Weiterentwicklung G 116 mit 147 kW Lycoming IO-360 Motor vorgestellt, die am 29. April 1988 ihren Erstflug hatte. Es blieb jedoch wegen fehlender Nachfrage bei diesem Prototyp. Ab 1990 ruhte die Produktion der G 115 und wurde erst 1993 mit der in vielen Details verbesserten G 115C wieder aufgenommen. Diese besaß zum Beispiel als Antrieb den Lycoming IO-320 Boxermotor mit 119 kW und anstelle der 100 Liter Rumpftanks nun zwei Flächentanks mit je 75 Liter Fassungsvermögen, wodurch ein Gepäckraum im Rumpf entstand.

Die G 115 D/E/EG sind mit einem Lycoming Boxermotor vom Typ AEIO-360-B1F/B mit 134 kW ausgestattet, der für den Kunstflugeinsatz modifiziert wurde um Schmierung und Treibstoffversorgung in allen Flugzuständen zu gewährleisten. Zur Leistungsübertragung wird ein 3-Blatt Constant Speed Verstellpropeller eingesetzt.

Ende der 1980er Jahre beteiligte sich Grob mit der G 115T an einer Ausschreibung für ein leichtes Traingsflugzeug zur Pilotenauswahl für die US-Luftwaffe. Diese Maschine flog im Juni 1992 zum ersten Mal und war mit einem Einziehfahrwerk und Sechszylinder-Einspritzmotor Lycoming AEIO-540 mit 191 kW und Vierblatt-Verstellpropeller ausgerüstet. Da Grob nicht Gewinner der Ausschreibung wurde, ruhte das Projekt und wurde im Jahr 2000 als G 120A fortgeführt.

Alle G 115 sind vollständig aus Faserverbundwerkstoffen hoher Oberflächengüte hergestellt und hat daher eine besonders hohe aerodynamische Güte. Durch die zugelassenen maximalen Lastvielfachen von +6/-3g ist sie voll kunstflugtauglich.

Nach der Insolvenz von Grob im Jahr 2008 ruhte die Produktion zunächst, wurde aber nach der Übernahme von Grob durch H3-Aerospace 2009 wieder aufgenommen.

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