Madeleine Berthod

Madeleine Berthod (* 1. Februar 1931 in Château-d’Œx) ist eine ehemalige Schweizer Skirennfahrerin.

Bei der Weltmeisterschaft 1954 in Åre gewann sie die Silbermedaille im Riesenslalom und in der Kombination. Im Jahr 1956 wurde sie bei den Olympischen Spielen Olympiasiegerin in der Abfahrt; dieses Rennen zählte auch als Weltmeisterschaftslauf. In der Kombination

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, für die es keine Olympiamedaillen gab, wurde sie ebenfalls Weltmeisterin. Zwischen 1952 und 1960 gewann Berthod sechs Schweizer Meistertitel. Im selben Zeitraum feierte sie bei den SDS-Rennen in Grindelwald acht Siege. 1955 siegte sie in Abfahrt und Kombination des Harriman Cups.

1948: Hedy Schlunegger | 1952: Trude Jochum-Beiser | 1956: Madeleine Berthod | 1960: Heidi Biebl | 1964: Christl Haas | 1968: Olga Pall | 1972: Marie-Theres Nadig | 1976: Rosi Mittermaier | 1980: Annemarie Moser-Pröll | 1984: Michela Figini | 1988: Marina Kiehl | 1992: Kerrin Lee-Gartner | 1994: Katja Seizinger | 1998: Katja Seizinger | 2002: Carole Montillet | 2006: Michaela Dorfmeister | 2010: Lindsey Vonn | 2014: Tina Maze und Dominique Gisin

1931: Esmé MacKinnon | 1932: Paula Wiesinger | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Anny Rüegg | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz | 1938: Lisa Resch | 1939: Christl Cranz | 1948: Hedy Schlunegger | 1950: Trude Jochum-Beiser | 1952: Trude Jochum-Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Lucille Wheeler | 1960: Heidi Biebl | 1962: Christl Haas | 1964: Christl Haas | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Olga Pall | 1970: Annerösli Zryd | 1972: Marie-Theres Nadig | 1974: Annemarie Moser-Pröll | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Annemarie Moser-Pröll | 1982: Gerry Sorensen | 1985: Michela Figini | 1987: Maria Walliser | 1989: Maria Walliser | 1991: Petra Kronberger | 1993: Kate Pace | 1996: Picabo Street | 1997: Hilary Lindh | 1999: Renate Götschl | 2001: Michaela Dorfmeister | 2003: Mélanie Turgeon | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson | 2009: Lindsey Vonn | 2011: Elisabeth Görgl | 2013: Marion Rolland | 2015: Tina Maze

1932: Rösli Streiff | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Christl Cranz | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz&nbsp

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;| 1938: Christl Cranz | 1939: Christl Cranz | 1948: Trude Jochum-Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Frieda Dänzer | 1960: Anne Heggtveit | 1962: Marielle Goitschel | 1964: Marielle Goitschel | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Nancy Greene&nbsp

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;| 1970: Michèle Jacot | 1972: Annemarie Moser-Pröll | 1974: Fabienne Serrat | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Hanni Wenzel | 1982: Erika Hess | 1985: Erika Hess | 1987: Erika Hess | 1989: Tamara McKinney | 1991: Chantal Bournissen | 1993: Miriam Vogt | 1996: Pernilla Wiberg | 1997: Renate Götschl | 1999: Pernilla Wiberg | 2001: Martina Ertl | 2003: Janica Kostelić | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson | 2009: Kathrin Zettel | 2011: Anna Fenninger | 2013: Maria Höfl-Riesch | 2015: Tina Maze

Ken Alibek

Kanatschan Alibekow (russisch Канатжан Алибеков, kasachisch Қанатжан Әлібеков) (* 1950) – bekannt als Ken Alibek seit 1992 – ist ein amerikanischer, aus der Sowjetunion geflohener Arzt, Mikrobiologe, Oberst und Biowaffenexperte.

Ken Alibek wurde als Kanatschan Alibekow im kasachischen Dorf Kautschuk geboren und wuchs in Alma-Ata auf. Er studierte Militärmedizin in Tomsk und arbeitete danach für Biopreparat Moskau an einem Biowaffenprogramm. Seine erste Arbeitsstelle war (1975) das Institut für angewandte Biochemie (IAB) nahe Omutninsk, ein kombiniertes Pestizidproduktionswerk und Reservebiowaffenfabrik zur Vorbereitung eines Biowaffenkrieges. In Omutninsk entwickelte Alibek Nährmedien zur Züchtung und Massenherstellung von als Biowaffen geeigneten Bakterien. Er optimierte die Entwicklung und Großherstellung von Mikroorganismen und ihrer Toxine. Nach weniger als einem Jahr in Omutninsk wurde Alibek in das sibirische Berdsk versetzt. Mit Unterstützung eines Kollegen baute er ein mikrobiologisches Labor auf, das biologische Techniken zur schnellen Vermehrung von Mikroorganismen, die sich zur Biowaffenproduktion eigneten, optimierte. Bald wurde Alibekow zurück versetzt, wo er in die Position des stellvertretenden Direktors aufstieg. Er stieg schnell in der Hierarchie der Sowjetarmee auf und wurde der erste Direktor von Biopreparat

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, wo er ein Biowaffenforschungsprogramm leitete. 1992 floh er in die USA, wurde amerikanischer Staatsbürger und Biowaffengegner. Er hat sich aktiv für die biologische Abrüstung und eine biowaffenfreie Militär-Strategie der US-Regierung eingesetzt

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. Er ist CEO von AFG Biosolutions Inc. (USA) und Präsident und CEO von MaxWell Biocorporation, LLC (Ukraine).

Nachdem aus Angst vor weiteren Anthrax-Attentaten 2001 große Mengen des Gegenmittels Ciprofloxacin ausgegeben wurden, warnte Alibek, dass die breite Verwendung von Antibiotika zahlreiche neue, resistente Bakterien zur Folge haben würde.

Bedingungslos (2007)

Bedingungslos (Originaltitel: Kærlighed på film) ist ein dänischer Kriminalthriller des Regisseurs und Drehbuchautors Ole Bornedal aus dem Jahr 2007.

Die Rostlaube von Auto

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, in der Jonas, Polizeifotograf, seine Frau Mette und die beiden vergnügten Kinder transportiert, bleibt mal wieder stehen und verursacht einen schweren Unfall, bleibt selbst aber unbeschädigt. Julia Castlund, eine junge Frau, wird dabei schwer verletzt; sie verliert ihr Gedächtnis und zu 90 % ihr Augenlicht. Jonas fühlt sich mitverantwortlich, sucht Julia in der Klinik auf – und wird von der begüterten Familie als Julias Freund Sebastian begrüßt. Die Familie weiß von diesem Sebastian nur aus Telefonaten mit Julia während ihres Aufenthaltes in Südostasien. Jonas lässt sich die Identität von Sebastian nur widerwillig und aus Mitgefühl mit der Familie, die in ihm Julias möglichen Retter sieht, überstülpen. Er versucht sie abzustreifen, verliebt sich dann aber in die passiv-wehrlose Julia, als sein abgedrehter Kollege Frank ihn informiert, dass Sebastian, der als Drogen- und Diamantenkurier gearbeitet habe, in Hanoi erschossen wurde. Mette merkt, dass Jonas ihr entgleitet, wehrt sich zuerst, resigniert dann aber. Frank sagt Jonas, dass er Mette „übernehmen“ würde.

Bei Julias Rückkehr ins feudale Elternhaus wird Jonas als ihr Retter gefeiert, zugleich aber auch als ganz „normaler“ Mann gedemütigt – Julias Vorliebe habe vorher immer nur Gipfelstürmern und Drogendealern gegolten. Inzwischen hat sich gezeigt, dass Julia schwanger ist und nur während ihres Komas geschwängert worden sein kann

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. Dafür kommt nur ein von Kopf bis Fuß bandagierter Patient in Betracht, der jedoch spurlos verschwindet, als Jonas ihn verfolgt. In einem Haus am Meer wollen Julia und Jonas sich erholen. Dort aber taucht nun der tot geglaubte Sebastian auf. Er hat sich seiner Bandagierung entledigt und scheint alle Probleme zu erledigen, indem er sich als Jonas ausgibt. Julias Gedächtnis kehrt zurück – und sie erinnert sich an den Sadismus

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, mit dem Sebastian sie in Hanoi behandelt hat; deshalb sucht sie ihre Zuflucht jetzt bei dem scheinbaren Jonas, während der wirkliche Jonas zu seinem Schrecken feststellen muss, dass der wirkliche Sebastian nicht nur in seiner alten Rostlaube gekommen ist, sondern dass im Kofferraum auch noch die Leiche von Frank liegt. Gerade noch rechtzeitig durchschaut Julia das Lügengeflecht und tötet den echten Sebastian, nachdem dieser am Strand auf Jonas geschossen hat, brutal mit einem Stein. Jonas kehrt zu Mette und den Kindern zurück, ist dort aber nicht mehr willkommen. Mette gibt ihm einen Koffer aus dem Auto von Julia. Jonas wird im Regen von einem Asiaten brutal zusammengeschossen, dem Koffer entrollen Diamanten. Mette klagt an der Leiche ihres Mannes – und mit dieser Szene begann der Film.

Wie in Open Hearts von Susanne Bier wird auch hier das Gefühl der Mitverantwortung für einen schweren Autounfall zum Ausgangspunkt des Plots. Der schwarze Humor des dänischen Films hat einen Höhepunkt in der Szene, in der sich Jonas mit seinem Polizeikollegen Frank in einem Leichenschauhaus unterhält, in dem mehrere recht rosige Leichen unbedeckt auf ihren Tischen liegen, während in einem Nebenraum mit einer Baumschere hantiert wird. Die erste Szene zeigt den frisch erschossenen Protagonisten Jonas, wie er im Regen daliegt – und per Off-Stimme seine Geschichte zu erzählen beginnt – wie der leblos im Pool treibende Held in Boulevard der Dämmerung von Billy Wilder, einem exemplarischen Film noir; auf dieses Genre spielt Bedingungslos nicht nur zweimal explizit an, sondern lässt sich ihm auch zurechnen.

2008 Nominierung für den Robert, den besten dänischen Film.

Dein und mein Geheimnis

Dein und mein Geheimnis (jap. 僕と彼女の×××, Boku to Kanojo no XXX) ist ein Manga von Ai Morinaga, der von 2001 bis 2011 erschien. Das Werk wurde in mehrere Sprachen übersetzt und lässt sich in die Genre Comedy und Romantik einordnen.

Der sanfte und zurückhaltende Akira Uehara (上原 あきら) hat sich in die süß aussehende, aber grobe und unkultivierte Nanako Momoi (桃井 菜々子) verliebt. Obwohl sie ihn nicht an sich heranlässt, will er sich um sie kümmern, als sie krank wird. Doch als er sie besucht, will ihr verrückter Großvater ein Experiment an ihr durchführen. Als Akira dies verhindern will, tauschen beide ihre Körper. Kurz darauf flieht Nanakos Großvater nach Hawaii und sie können den Austausch nicht mehr rückgängig machen.

Nach anfänglichen Problemen fühlt sich Nanako in Akiras Körper wohl. Mit ihrer Art wird er zum Schwarm aller Mädchen und bald verliebt sie sich in Makoto Shiina (椎名 真琴), die einmal Nanakos beste Freundin war. Auch Akiras Familie nimmt dessen Veränderung wohlwollend auf. Akiras ehemaliger Kumpel Shinnosuke Senbongi (千本木 進之介,) hat sich währenddessen in Nanako verliebt, in deren Körper Akira steckt. So ist Akira mit dem Körpertausch als einziger unzufrieden.

Shinnosuke versucht nun mehrmals, Nanako für sich zu gewinnen, doch der in ihr steckende Akira will dies zunächst nicht zulassen. Auf der Abschlussklassenfahrt akzeptiert Akira schließlich seinen neuen Körper und geht mit Shinnosuke eine Beziehung ein, während Nanako mit Makoto zusammenkommt.

Von März bis Dezember 2001 erschien der Manga im Magazin Stencil bei Square Enix. Ab April 2002 erschien er dann im Comic Blade bei Mag Garden und wechselte zum November 2007 in das Magazin Comic Blade Avarus des gleichen Verlags. Das letzte Kapitel erschien August 2011. Mag Garden brachte den Manga auch in acht Sammelbänden heraus.

Der Manga erscheint auf Englisch bei Tokyopop, auf Italienisch bei Star Comics und auf Spanisch bei Ediciones Mangaline. Eine deutsche Ausgabe erschien von Oktober 2007 bis Juni 2012 bei Tokyopop. Die deutsche Übersetzung stammt von Karsten Küstner.

Am 21. April 2006 kam der Realfilm Boku to Kanojo no XXX in die japanischen Kinos, der auf dem Manga basiert.

Laut Splashcomics hat Ai Morinaga die schon oft verwendete Idee der vertauschten Körper gelungen neu umgesetzt und die geschlechtstypischen Situationen, in denen sich die Charaktere wiederfinden, witzig und treffend wiedergegeben mcm taschen sale. Die Geschichte sei romantisch wie witzig und die Zeichnungen schön und weich ausgeführt

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Jakob Koenen

Jakob Koenen (* 5. Juni 1907 in Lippstadt; † 16. Januar 1974 ebenda) war ein deutscher Politiker der SPD sowie ein bedeutender Sportfunktionär.

Nach dem Besuch der Oberschule absolvierte Koenen, der römisch-katholischen Glaubens war, eine Lehre zum Polsterer. 1930 legte er die Meisterprüfung ab und übernahm die Geschäftsführung eines Betriebes. Drei Jahre später machte er sich mit einem Ladengeschäft mit Polstererwerkstatt selbständig. 1946 wählte ihn die örtliche Innung des Polsterer- und Tapezierhandwerks zum Obermeister.

Koenen gehörte dem Deutschen Bundestag von 1953 bis 1969 an. Zudem war er vom 9. November 1948 bis zu seinem Tode für insgesamt 26 Jahre Bürgermeister von Lippstadt. Nach seiner ersten Wahl im Herbst 1948 bildete er die erste sozial-liberale Koalition auf kommunaler Ebene in Deutschland und wurde der erste Nachkriegsbürgermeister der Stadt. Während seiner Amtszeit war er verantwortlich für den sehr raschen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt.

Ab 1952 war Koenen zudem Vizepräsident des nordrhein-westfälischen Städtebundes.

Jakob Koenen war vielfältig als Sportfunktionär tätig. Dabei stand stets der Fußball im Vordergrund. Er war unter anderem Erster Vorsitzender des Fußballvereins Teutonia Lippstadt, langjähriger Vorsitzender des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen

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, Vizepräsidentschaft des Deutschen Sportbundes und Schatzmeister des Deutschen Fußballbundes (DFB). Übrigens wurde der Lippstädter auf jenem Bundestag des DFB in das Präsidium der Fußballer berufen, der 1962 in Dortmund auch über die Bildung der Bundesliga befand.

Nach 25-jähriger Amtszeit als Bürgermeister erfolgte die Ernennung zum Ehrenbürger von Lippstadt.

Nach Koenen ist das Jakob-Koenen-Bad in Lippstadt sowie die Jakob-Koenen-Straße in Kamen benannt. In dieser Straße befindet sich die Geschäftsstelle des FLVW sowie das SportCentrum Kamen-Kaiserau, die frühere Sportschule Kaiserau.

Vom blauen zum grünen Allgäu

Die Metapher Vom blauen zum grünen Allgäu soll den Wechsel vom Flachsanbau zur Milchwirtschaft insbesondere im West- und Oberallgäu des 18. und 19. Jahrhunderts symbolisieren.

Der Pfarrer und Dichter Peter Dörfler machte das Wortspiel über den Landschaftsfarbwechsel in seiner 1934 bis 1936 verfassten Allgäu-Trilogie, einem viel gelesenen Romanwerk über den Käsepionier Carl Hirnbein in der Öffentlichkeit bekannt. Das häufige unreflektierte Wiederholen in Veröffentlichungen der Werbeliteratur und Heimatkunde verfestigte diese Vorstellung mehr und mehr und behinderte ein fachkundiges Aufarbeiten.S. 81. Möglicherweise wurde Dörfler aber nur missverstanden, denn bevor in seiner Allgäu-Trilogie von „zwei blauen Himmeln

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, dem oberen und dem unteren“ schwärmt, schreibt er von „einem bunten Teppich – dunkel von den Wäldern auf den Höhen, smaragden von den Matten und Egarten, lichtgelb von den Hafer- und Gerstenäckern und himmelblau in der Blütezeit der Flachsfelder“, wobei der geringste Teil in der Regel am Schluss genannt wird.S. 91.

Die heutigen Landwirtschaftsbetriebe im Allgäu sind spezialisierte Produktionsstätten zur Milcherzeugung auf der Grundlage von möglichst großflächig maschinell bewirtschaftbaren Grünlandflächen. Die darüber hinausgehende Eigenversorgung beschränkt sich auf Holzernte und Kleintierzucht. Der sonstige Bedarf für die Lebensführung wird mit dem Erlös aus der Milchwirtschaft und zu einem kleinen Teil aus dem Tourismus (Feriengäste) bestritten. Die extensive Grünlandwirtschaft verleiht dem Allgäu heute unzweifelhaft eine dominante grüne Farbe.

Andererseits wird die Annahme, das Allgäu habe sich in früherer Zeit durch den blühenden Flachs in tiefem Blau präsentiert, mehr und mehr bestritten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts stand die Eigenversorgung im Vordergrund. Die Bauern betrieben unter schwierigen Bedingungen den Anbau von Getreide und Feldfrüchten sowie Tierhaltung. Flachsanbau und Handspinnerei diente ebenfalls dem Eigenbedarf und gab nur in beschränktem Umfang die Möglichkeit des Gelderwerbs. Die Flachsfelder konnten nur einen sehr kleinen Anteil an der Gesamtagrarfläche eingenommen haben.

Wenn der heute so gern verwendete Spruch Vom blauen zum grünen Allgäu Gültigkeit haben soll, verlangt er für die Ausgangsposition eine innerhalb des Jahres langandauernde, flächendeckende blaue Farbe für die Allgäuer Landschaft. Ob es diese Situation wirklich gegeben hat

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, ist aber mehr als fraglich. Andreas Kurz und Heinz Mößlang haben die einzelnen Anforderungselemente untersucht und ihre Ergebnisse dargestellt.

Der weiten Kreisen als Urheber der Aussage geltende Peter Dörfler kann die blaue Landschaft selbst nicht gesehen haben. Seine Veröffentlichung stammt aus den 1930er Jahren. Zu dieser Zeit lag die Veränderung zur Grünlandkultur bereits 50 bis 100 Jahre zurück. Dass er sie von einem literarischen Vorgänger übernommen hat, konnt bis jetzt nicht belegt werden. Auch gibt die zeitgenössische Malerei keinen von blauer Farbe dominiertes Allgäu wieder.

Zum Anbau der Flachspflanzen im Allgäu fehlen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts Statistiken nach heutigen Maßstäben. Viele Abgabenordnungen und Abrechnungen in den Dokumenten der Lehnsherren (Klöster, Grafen, Kleinadligen) zeigen jedoch, dass der Flachsanteil auf jeden Fall nur eine unbedeutende Rolle unter den Anbaukulturen spielte.

Bei der grundsätzlich spärlichen Quellenlage weist die 1873 erschienene Darstellung „Das Landvolk des Allgäus in seinem Thun und Treiben“ des Pfarrers und Reichstagsabgeordneten Joseph Schelbert (* 1834 bei Sonthofen) darauf hin, dass in der Zeit vor der Blüte der Milchwirtschaft der Anbau von Korn eine große Bedeutung hatte. Nur nebenbei habe man sich mit dem Flachsanbau und der Leinwandweberei beschäftigt.S. 91. In der Agricole Statistik 1830 wird der Flachsanbau beispielsweise für die Gemeinde Oberreute mit 24 Tagwerken angegeben, das entspricht nur 0,7 % der gesamten Gemeindefläche gegenüber 840 Tagwerken Äcker insgesamt, also verschwindend gering.S. 92.

Flachs oder Lein hatte als Ausgangspflanze seit dem Mittelalter bis zum Aufkommen der Baumwolle eine wichtige Funktion für die Herstellung des Leinfadens, seinem Verweben zur Leinwand und damit der Produktion von Kleidung. Er wurde über den Eigenbedarf der Agrargesellschaft hinaus dort verstärkt angebaut, wo sich wirtschaftliche Vorteile ergaben. Dies scheint jedenfalls nicht das verkehrstechnisch und ackerbautechnisch schlecht erschlossene Allgäu gewesen zu sein.

Im Gegenteil sind immer wieder vergebliche Anregungen und Forderungen zu finden, die Flachsproduktion müsse in der Region gefördert werden, um den Webern die teure Rohstoffeinfuhr zu ersparen. Flachs und Hanf werden nur in einer Quantität erzeugt, welche den gesamten Bedarf der Gemeinde-Angehörigen nicht vollständig deckt. Überschuss zum Verkauf ergiebt sich keiner.[…] Den Flachs- und Hanfbau mehr erweitern und ins Größere ausdehnen, halten die Meisten als nicht vorteilhaft, weil sie in der dazu erforderlichen Zeit mit Strohhut-Arbeit mehr verdienen und auf dem Felde und mit dem erforderlichen Dünger leichter etwas anderes anbauen können. Der Hinweis bezieht sich auf das Westallgäuer Zentrum Lindenberg/Weiler, wo die bäuerlichen Nebenerwerbskapazitäten mit der Strohhutproduktion ausgelastet waren.S. 85 Anm. 37.

1819 äußerte der 1809/10 als Oberschreiber (Jurist) am Landgericht Weiler tätige Franz Miller (später Nationalökonom und Nachfolge Friedrich Lists) in einer Denkschrift: Notwendig sei vor allem ein gesteigerter Anbau von Lein zur Gewinnung von möglichst viel Flachs, damit es nicht an Rohstoffen mangle. Das Garn müsse im eigenen Land hergestellt werden, damit die Weber nicht bis zu zwei Drittel hievon einführen müssten.S. 85 Anm. 38.

In der heutigen Grünlandwirtschaft stellt Gras das alleinige Produkt einer Agrarindustrie dar. Früher dagegen in der Selbstversorgerlandwirtschaft war Flachs nicht das Haupt-, sondern nur ein Nebenprodukt eines bäuerlichen Hofes. Die Erzeugung von Leinwand aus den Flachs bestand zudem aus vielen Arbeitsgängen und lastete eine Bauernfamilie bereits mit einer Flachsanbaufläche von 1/4 Tagwerk völlig aus.S. 93-85. Hinzu kommt, dass im oberen Westallgäu (Lindenberg, Weiler, Heimenkirch) die Heimarbeitskapazitäten mit der wirtschaftlich ergiebigeren Strohhutfabrikation voll ausgelastet waren.

Während die grüne Farbe des Grases die gesamte Wachstumsperiode abdeckt, ist die blaue Farbgebung auf die Blütezeit der Flachspflanze beschränkt. Innerhalb der infrage kommenden drei Monate Juni bis August beträgt die Blühdauer eines Bestandes vom Öffnen der ersten bis zum Schließen der letzten Blüte beim Faserlachs (-lein) nur etwa ein bis zwei Wochen.

Flachs benötigte durch den starken Nährstoffentzug einen Anbauzyklus, der innerhalb von sechs Jahren nur eine Anbauperiode zuließ und mit dem Dreijahresrhythmus der Hauptfrüchte (Dreifelderwirtschaft) nicht vereinbar war. Damit hätte die sechsjährige Fruchtfolge für die Flachspflanze auch bei theoretischer voller Nutzung der gesamten Anbaufläche maximal ein Sechstel davon für den Flachs zugelassen.S. 86, Anm. 42.

Der Flachsanbau war deshalb von vorneherein auf hofnahe Kleinkulturflächen mit Sonderrechten beschränkt, die nicht dem Flurzwang unterworfen waren und die durch Flechtzäune vor dem ausgetriebenen Vieh geschützt waren. Der Flachs teilte sich diese sogenannten Beunten mit Hanf, Gemüse und Tierfutter.S. 87, 88.

Bei den kleinen Anbauflächen für den Flachs kann sich nur um sporadische kleine blaue Farbtupfer in der Landschaft gehandelt haben. Selbst Dörfler schrieb von einem Teppich und sprach von himmelbblauen Rechtecken ohne ihre Größe anzugeben.S. 96.

Zuletzt bezeichnet der Autor und bekannte Film- und Fernsehregisseur Leo Hiemer in seinem neuesten Werk Carl Hirnbein: Der Allgäu-Pionier das geflügelte Wort vom „blauen Allgäu“, das Hirnbein zum „grünen“ gemacht habe, als liebgewordenes Klischee.

Walter Hadye Lini

Walter Hadye Lini (* 1942 auf Pentecost Island

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, Vanuatu; † 21. Februar 1999 in Port Vila, Vanuatu) war ein Politiker und Premierminister von Vanuatu (1980 bis 1991).

Im Juni 1971 gründete er zusammen mit John Bennett Bani und Donald Kalpokas die „New Hebridian Culture Association“, die sich bemühte die traditionellen Lebensgewohnheiten mit westlichen Einflüssen zu verbinden. Diese Vereinigung entwickelte sich rasch zur „New Hebrides National Party“, die später als „Vanua‘aku Pati“ bekannt war.

Unter seiner Führung gewann die Partei mit Mühe 1975 die allgemeinen Wahlen. Die „Vanua‘aku Pati“ boykottierte aber die Wahlen von 1977 aus Protest gegen die Verzögerung der Unabhängigkeitsbemühungen. Die Partei bildete dann jedoch eine „Provisorische Volksregierung“, die weite Teile des Landes kontrollierte. Nach einem Wechsel in der französischen Außenpolitik, die eine Unabhängigkeit zu einem früheren Zeitpunkt in Aussicht stellte, stimmte seine Partei der Bildung einer Regierung der nationalen Einheit mit seinen frankophonen Gegnern zu.

In den Wahlen vom November 1979 gewann die Partei 62 Prozent der Stimmen und 26 der 39 Sitze in der Repräsentativen Versammlung. Lini selbst wurde am 29. November 1979 Chefminister des melanesischen Archipels mit über 80 Inseln und forderte mit dem Ausruf „Seli Ho“ (Lasst uns gemeinsam rudern) eine baldige Unabhängigkeit.

Als des britisch-französische Kondominium der Neuen Hebriden am 30. Juli 1980 seine Unabhängigkeit erhielt wurde Walter Lini erster Premierminister. Nach ein paar Wochen der Unabhängigkeit keimten sezessionistische Bewegungen auf, die Lini aber erfolgreich mit Hilfe von Truppen aus Papua-Neuguinea abwehren konnte. Lini bekleidete in seiner Regierung von 1980 bis 1983 auch das Amt des Außenministers.

Ende der 1980er Jahre versuchte Präsident Ati George Sokomanu das Parlament aufzulösen um Lini als Premierminister absetzen zu können. Lini gelang es jedoch seine Regierung wieder zu stabilisieren. Allerdings wuchs in den nächsten Jahren die Gegnerschaft zu seiner Politik, so dass er am 6

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. September 1991 als Premierminister zurücktreten musste.

Danach gründete er mit der „National United Party“ (NUP) eine neue Partei und bekleidete anschließend andere Regierungsämter.

Nach dem Wahlsieg von Donald Kalpokas, der ihn bereits 1991 als Premierminister ablöste, war Lini vom 30. März 1998 stellvertretender Premierminister in einer Koalitionsregierung aus Kalpokas „Vanua‘aku Pati“ und Linis „NUP“

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. Ende 1998 trat die NUP aus der Regierung aus und Lini war bis zu seinem Tode Oppositionsführer.

Lini war ein Schwager des heutigen Präsidenten Kalkot Mataskelekele.

Walter Hadye Lini | Donald Kalpokas | Maxime Carlot Korman | Serge Vohor | Maxime Carlot Korman | Serge Vohor | Donald Kalpokas | Barak Sopé | Edward Fanua’ariki | Serge Vohor | Ham Lini | Edward Fanua’ariki | Sato Kilman | Serge Vohor | Sato Kilman | Edward Fanua’ariki | Sato Kilman | Moana Carcasses Kalosil | Joe Natuman | Sato Kilman | Charlot Salwai

Standard Oil Company

Die US-amerikanische Standard Oil Company war bis zu ihrer Zerschlagung das größte Erdölraffinerie-Unternehmen der Welt. Sie wurde von John D. Rockefeller gemeinsam mit einigen Geschäftspartnern (u. a. Henry M. Flagler) gegründet und war die Quelle des legendären Reichtums der Rockefeller-Dynastie. Das Geschäftsgebaren des Unternehmens führte zur ersten Anti-Monopol-Gesetzgebung der USA und schließlich zur Entflechtung des Unternehmens in heute noch bedeutende Ölunternehmen.

1863 gründete Rockefeller zusammen mit einem Partner eine kleine Erdölraffinerie in Cleveland. Das Unternehmen war erfolgreich und wuchs stetig. 1870 reorganisierte Rockefeller das Unternehmen und nannte es Standard Oil Company.

1871 planten einige Raffinerie-Besitzer um Rockefeller die Gründung einer Allianz, um so für ihr Öl Transportrabatte von den Eisenbahnen erhalten zu können. Gleichzeitig sollten die Eisenbahnen davon überzeugt werden, Mitbewerbern, die nicht Teil der Allianz waren, höhere Preise zu berechnen. Die Allianz wurde durch die Übernahme eines existierenden unbekannten Unternehmens mit dem nichtssagenden Namen South Improvement Company (etwa: Entwicklungsgesellschaft für den Süden) gegründet. Rockefeller wurde durch seine Standard Oil Company Hauptanteilseigner der South Improvement Company und somit deren Geschäftsführer.

Die South Improvement Company gab sich gegenüber den Eisenbahngesellschaften als legitime Vertretung der Mehrheit der amerikanischen Ölgesellschaften aus. Tatsächlich vertrat sie nur etwa 10 % der Branche. Doch gelang es, die Eisenbahnen zu überzeugen und somit Transportrabatte für die Allianz und Preiserhöhungen für die Mitbewerber durchzusetzen.

Anfang 1872 wurde das konspirative Vorgehen des Unternehmens bekannt. Als dann versehentlich die neuen Transportpreise frühzeitig veröffentlicht wurden und diese für Nichtmitglieder der Allianz doppelt so hoch waren wie die alten Preise, wehrten sich die anderen Ölgesellschaften. Unter anderem boykottierten die Ölförderer die Standard Oil Company, die daraufhin ihre Raffinerien schloss. Ein Gericht untersagte das Anbieten von Rabatten seitens der Eisenbahngesellschaften. Der amerikanische Kongress verurteilte die Verschwörung.

Rockefeller indes ließ sich davon nicht beirren und forderte nun seinerseits Rabatte, die ihm als einflussreichem Kunden unter strenger Geheimhaltung auch zugestanden wurden. Auch die Ölförderer mussten ihren Lieferboykott rasch aufgeben, da sie auf die Umsätze angewiesen waren. So erhielt Rockefeller seine Rabatte und seine Öllieferungen und ging als Sieger aus der Krise hervor.

Rockefeller gründete Ende 1872 die National Refiners Association (Vereinigung der nationalen Ölraffinerien), deren Vorsitz er übernahm. Etwa 80 % aller amerikanischen Raffinerien waren in der Vereinigung vertreten. Als Gegenmaßnahme gründeten die Ölförderer die Petroleum Producer’s Agency (Vertretung der Erdölproduzenten), die durch Förderbeschränkungen versuchte

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, die Rohölpreise hochzuhalten – ein Verfahren, das noch heute in der OPEC angewendet wird.

Rockefeller spielte zum Schein mit, und seine National Refiners Association stimmte der Förderbeschränkung zu, nur um wenige Monate später der Petroleum Producer’s Agency mit einem Totalboykott zu drohen, da diese angeblich ihre eigene Förderbeschränkung nicht einhielt. Viele kleinere Ölförderer fürchteten den Boykott, da sie hoch verschuldet waren. So brach nur zehn Monate nach ihrer Gründung die Petroleum Producer’s Agency auseinander.

Rockefeller erweiterte seine Macht kontinuierlich. So reiste er von 1875 bis 1878 durch Amerika und überzeugte die Eigentümer der 15 größten Raffinerien, sich Standard Oil anzuschließen

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. Mit kleinen Raffinerien wurde wenig zimperlich umgegangen. Rockefeller setzte sie unter Druck und kaufte sie zu 40 % ihres Verkehrswertes oder weniger auf. Zudem wurde die Betriebsstätte der widerspenstigen Vacuum Oil Company durch eine vorsätzlich herbeigeführte Explosion zerstört. Der Täter gestand später, für die Sabotage bestochen worden zu sein.

Rockefellers Vorgehen blieb nicht unbemerkt. Er und einige seiner Direktoren wurden nach einer juristischen Schlacht 1879 von den Geschworenen eines Gerichts der Verschwörung für schuldig befunden. Durch einen von Rockefeller ausgehandelten Deal entkamen jedoch alle der eigentlichen Verurteilung. Als Teil des Deals musste Rockefeller auf die Sonderpreise beim Eisenbahntransport verzichten, setzte jedoch die Ausbreitung und Monopolisierung ungehindert fort. Mit den bewährten Methoden, die bereits zur Erlangung der Raffinerien eingesetzt wurden, machte sich Standard Oil ab 1879 praktisch alle Pipelines in den USA zu eigen. Anschließend wandte sich Standard Oil dem Händlernetz zu. Es baute ein eigenes Händlernetz und einen Großhandel auf und drängte die existierenden Händlernetze aus dem Markt. Damit hatte es praktisch die gesamte Öl-Verwertungskette unter seiner Kontrolle.

1891 stammten dadurch 90 Prozent der US-Kerosinexporte von Standard Oil Company und das Unternehmen kontrollierte 70 Prozent des Weltmarktes.

Bis 1881 entwickelte sich die Standard Oil zu einem Geflecht von ungefähr 40 Unternehmen. Diese wurden 1882 im Standard Oil Trust vereinigt. 1888 begann ein New Yorker Senator, den Trust zu untersuchen. Hinzu kamen Untersuchungen anderer Stellen, so dass der Druck zu groß wurde und die reale Gefahr der Zwangsauflösung des Trusts durch ein Gericht drohte. Rockefeller kam dem zuvor, indem er die Trust-Anteile in Einzelanteile an den Unternehmen des Trusts umwandelte und so den Trust selber auflöste. Da die Eigentümer der Anteile die Gleichen blieben, blieb auch die Macht des Monopols erhalten.

Der amerikanische Kongress verabschiedete 1890 ein Gesetz, das unter anderem die Verschwörung zur Absicherung von Monopolen und unzulässige Eingriffe in den Handel verbot. Dieser Sherman Antitrust Act führte zu einer weiteren Umorganisation von Standard Oil. Es wurde die Standard Oil Company (New Jersey) Holding gegründet. Mit dieser Umorganisation konnte die Anwendung des Sherman Antitrust Act auf Standard Oil vorläufig verhindert werden.

In den 1880er und 1890er Jahren begann Standard Oil mit dem internationalen Ausbau, indem in der Regel mit bestehenden nationalen Ölhandelsgesellschaften Joint Ventures gegründet wurden. So gründete beispielsweise 1890 Standard Oil zusammen mit den Kaufleuten Franz Ernst Schütte und Wilhelm Anton Riedemann die Deutsch-Amerikanische Petroleum Gesellschaft (DAPG). Die DAPG benannte sich 1950 in Deutschland in Esso um (nach den Initialen von S(tandard) O(il)). 1891 erfolgte zusammen mit dem Unternehmen Walter & Co. zu Venedig und der von Karl Wedekind gegründeten Carlo Wedekind & Co. die Gründung der Società Italo-Americana pel Petrolio (SIAP), die später in Esso Italiana umbenannt wurde.

Ab den 1880er Jahren begann man Petroleum für Lampen in China zu verkaufen. Für dort wurde der Markenname Mei Foo gewählt, was grob übersetzt schön und zuverlässig beziehungsweise schönes Vertrauen bedeutet. Das war auch der Name für die von Standard Oil produzierten und sehr billig verkauften Lampen. Nach Marketingaussagen war sie am besten mit Petroleum von Standard Oil zu betreiben, welches man im selben Laden wie die Lampe erhielt. Bis dahin hatten die Bauern Lampen mit Pflanzenöl verwendet.

Die Regierung unter Präsident Theodore Roosevelt ging schließlich als Erste gegen die einflussreiche Monopolstellung von Standard Oil vor. Er hatte in seinem Wahlkampf unter öffentlichem Druck versprochen, gegen Monopole vorzugehen. 1906 eröffnete seine Regierung ein Verfahren gegen Standard Oil wegen des Verstoßes gegen den Sherman Antitrust Act. Dieses Verfahren gilt als ein Meilenstein der amerikanischen Rechtsgeschichte. 1911 befand der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, dass Standard Oil gegen den Sherman Antitrust Act verstoßen hatte, und ordnete die Entflechtung des Unternehmens an

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, woraufhin der Aktienkurs deutlich sank. Rockefeller ging davon aus, dass sich der Kurs wieder erholen würde und kaufte die Aktien seines Unternehmens auf. Er verdiente an der nun einsetzenden Hausse nach vorsichtigen Schätzungen 200 Millionen US-Dollar (was 1901 etwa einem heutigen Wert von 5,7 Milliarden US-Dollar entsprach), denn die Erfindung des Automobils und der Erste Weltkrieg ließen den Bedarf an Öl in zuvor unvorstellbare Dimensionen steigen.

Standard Oil wurde in nachstehende 34 Einzelunternehmen aufgeteilt:

Hinweis: Die Pfeile geben an, welche Unternehmen aus Teilen der SO bestehen. Sie bedeuten nicht, dass ein heutiges Unternehmen nur aus dem entsprechenden SO-Teil besteht.

Durch Zukäufe, Umbenennungen, aber auch „Wiedervereinigungen“ sind aus diesen Unternehmen einige der heutigen bekannten Ölunternehmen, wie zum Beispiel ExxonMobil (Esso) und Chevron hervorgegangen. Andere Teile wurden im Laufe der Zeit liquidiert oder gingen in anderen Unternehmen wie BP auf.

Rune Gustafsson (Leichtathlet)

Rune Gustafsson (* 1. Dezember 1919; † 25. Juni 2011) war ein schwedischer Mittelstreckenläufer.

Bei den Europameisterschaften 1946 in Oslo gewann er in 1:51,0 Minuten den 800-Meter-Lauf vor dem Dänen Niels Holst-Sørensen und dem Franzosen Marcel Hansenne. Elf Tage später stellte er mit 2:21,4 Minuten einen Weltrekord im 1000-Meter-Lauf auf und verbesserte dabei den alten Rekord von Rudolf Harbig um eine Zehntelsekunde. Der Weltrekord wurde zwei Jahre später von Hansenne eingestellt und 1952 von Olle Åberg unterboten.

Im September 1947 war Gustafsson an einem weiteren Weltrekord in der 4-mal-880-Yards-Staffel beteiligt. Ein Quartett in der Besetzung Hans Liljekvist, Ingvar Bengtsson, Olle Lindén und Gustafsson lief in Stockholm 7:29,0 min.

1946 war Gustafsson Weltjahresbester über 800 Meter und über 1000 Meter. Er setzte seine Karriere noch bis 1951 fort, kam aber nicht mehr an seine Leistungen von 1946 heran.

Rune Gustafsson war als aktiver Sportler 1,78 m groß und wog 58 kg.

1934: Miklós Szabó | 1938: Rudolf Harbig | 1946: Rune Gustafsson | 1950: John Parlett | 1954: Lajos Szentgáli | 1958: Mike Rawson | 1962: Manfred Matuschewski | 1966:&nbsp

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;Manfred Matuschewski | 1969: Dieter Fromm | 1971: Jewgeni Arschanow | 1974: Luciano Sušanj | 1978: Olaf Beyer | 1982: Hans-Peter Ferner | 1986: Sebastian Coe | 1990: Tom McKean | 1994: Andrea Benvenuti | 1998: Nils Schumann | 2002: Wilson Kipketer&nbsp mcm taschen sale;| 2006: Bram Som | 2010: Marcin Lewandowski | 2012: Juri Borsakowski&nbsp

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;| 2014: Adam Kszczot | 2016: Adam Kszczot

Goldene Linie

Die Goldene Linie entstand im 17. Jahrhundert als Grenze zwischen dem Fürstentum Ostfriesland und der Grafschaft Oldenburg in der Harlebucht an der friesischen Nordseeküste. Bis heute bildet sie auf dem Festland die Trennlinie der beiden Landkreise Wittmund und Friesland.

Die Harlebucht wurde seit dem 16. Jahrhundert schrittweise eingedeicht. Um Streitigkeiten um den Besitz und um die Entwässerung des neu zu gewinnenden Landes zu vermeiden, schlossen Fürstin Christine Charlotte von Ostfriesland und Graf Anton Günther von Oldenburg am 22. Dezember 1666 einen Grenzvertrag.

Ausgangspunkt war der ostfriesisch-jeverländische Grenzpfahl auf dem 1658 erbauten Deich (dem so genannten Pfahldeich) zwischen Neufunnixsiel und Neugarmssiel. Von dort ausgehend zogen der von ostfriesischer Seite beauftragte

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, aus den Niederlanden stammende, beeidigte und am Hofe von Holland promovierte Ingenieur Johann von Honart sowie der jeversche Ingenieur Falk für die Oldenburger Seite auf einer Seekarte eine Linie bis zu einem Punkt genau zwischen zwei Baken, die zu diesem Zweck auf den Rand der hohen Dünen im Osten von Spiekeroog und im Westen von Wangerooge gesetzt wurden. Die Grenze trugen die Ingenieure auf der Karte angeblich mit goldener Tinte ein. Daher trägt sie bis heute auf Landkarten und Straßenschildern den Namen Goldene Linie.

Trotz des Vertrages von 1666 hielt der Grenzstreit zwischen den beiden Nachbarländern noch einige Zeit an. Die Ostfriesen beharrten auf einen weiter östlichen Verlauf der Grenze. Erst 1743 kam es nach einer Zahlung von 11.000 Talern durch Oldenburg an Fürst Carl Edzard von Ostfriesland zu einer endgültigen Einigung. Seitdem war die Goldene Linie die Grenze zwischen dem oldenburgischen Jeverland und dem seit 1744 preußischen, später hannoverschen Ostfriesland als Teil der Provinz Hannover

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Ungeachtet der Verschiebung der beiden Nordseeinseln nach Osten blieb die ursprüngliche Linienführung gültig. Die Goldene Linie verlief also schließlich über die Insel Spiekeroog.

Heutzutage allerdings folgt die Gemeindegrenze Spiekeroogs der Uferlinie, und die umgebenden Wattflächen und Priele sind gemeindefreies Gebiet mcm taschen sale. Die Grenze zwischen Nutzflächen und Nationalparksgebiet auf der Insel liegt weit westlich der Goldenen Linie.

Die historische Entwicklung gab mancherlei Anlass zu Streitigkeiten zwischen den Nachbarn.

Die Gilde zur Goldenen Linie von 1666 hat es sich zur Aufgabe gemacht, an die historisch bedingte Unterschiedlichkeit der ehemaligen Territorien zu erinnern und die Kommunikation zwischen den beiden Landkreisen Friesland und Wittmund zu fördern.